Ein dokumentiertes TPM-System ist zu entwickeln, einzuführen und aufrechtzuerhalten. Unter anderem muss das System mindestens Folgendes einschließen:

1.Maximierung der Gesamtanlageneffektivität

2.Orientierung am gesamten Lebenszyklus der Anlagen

3.Einbeziehen aller betroffenen Abteilungen – bereichsübergreifende Verbesserungen

4.Aktive Teilnahme der Mitarbeiter aller Ebenen

5.Einsatz autonomer Teams – mit geeigneter Aufgaben- und Verantwortungs-Zuordnung

Die Produktivität der Anlagen messen und Erfolge transparent darstellen

  • Identifikation der relevanten Kennzahlen
  • Festlegung der Betriebsmittelzeitgerüste für wichtige / kritische Anlagen
  • Definition der entstehenden Verluste
  • Schaffung der Möglichkeiten um alle  Verluste zu ermitteln
    (inkl. Kurzstillstände, Leerlauf und Geschwindigkeitsverluste bzw. Taktzeitüberschreitungen, Qualitätsverluste)
  • Installation einer automatischen Anlagenüberwachung durch Aufzeichnen von Anlagenparametern
  • Schaffung von Auswertemöglichkeiten und On-/Offline-Überwachung
    (Condition Monitoring-Techniken wie z.B. Sensordatenauswertungen, Thermografie, Schwingungsanalytik)
  • Laufende Überprüfung der Kennzahlen und Visualisierung

Dokumentierte Instandhaltungs-/Wartungsziele, wie zum Beispiel bezüglich OEE (Overall Equipment Effectiveness), MTBF (Mean Time Between Failure), MTTR (Mean Time To Repair) und Kenngrößen für die vorbeugende Instandhaltung. Die zu den Kenngrößen ermittelte Leistung bzgl. der Zielsetzungen muss in der Managementbewertung berücksichtigt werden.

Seit dem 14.September 2018 gilt es verbindlich für die die IAFT 16949 , dass die Instandhaltungs- und Wartungsziele mit Kennzahlen wie z. B.

  • TV (technische Verfügbarkeit)
  • OEE (Overall Equipment Effectiveness)
  • MTBF (Mean Time Between Failure) „Die mittlere Zeit zwischen den Störungen“ also die mittlere  Zeit, in der die Maschine störungsfrei bzw. ohne Unterbrechung produziert.
  • MTTR (Mean Time To Repair) „Die mittlere Zeit die benötigt wird um die Maschine wieder Instand zusetzen“.
  • MDT /Mean Down Time) „Die durchschnittliche Zeit in der die Maschinen während einer Störung/Ausfall nicht produzieren“.

Die IATF16949:2016 kann in der gesamten Lieferkette der Automobilindustrie angewendet werden. Eine Zertifizierung erfolgt auf der Grundlage der von der IATF (International Automotive Task Force) herausgegebenen Zertifizierungsvorgaben (Rules). Das Zertifikat ist drei Jahre gültig und muss jährlich von IATF-zertifizierten Auditoren (3rd Party Auditors) akkreditierter Zertifizierungsgesellschaften bestätigt werden. Danach erfolgt die Re-Zertifizierung für weitere drei Jahre mit erneuter jährlicher Bestätigung.

IATF16949:2016 darf nicht als eigenständiger QMS-Standard angesehen werden, sondern ist als Ergänzung zur ISO 9001:2015 zu verstehen. Zertifizierungen müssen also beide Standards umfassen (Quelle Wikipedia).