Kategorie: Rüstzeit

Wartung Maschinen – Das Maschinenlogbuch

Wartung Maschinen – Das Maschinenlogbuch

Jede Maschine wird in der EU mit einer Maschinenkarte und einer umfassenden Dokumentation ausgeliefert. Die Anlagendokumentation enthällt die technische Beschreibung, die Bedienungsanleitung, Wartungsanweisungen, Fehlerlisten, technische Zeichnungen und Ersatzteile. Führen sie ein Maschinenlogbuch zu jeder Anlage, schaffen sie eine Wissensdatenbank im Unternehmen!

Beispiel eins Maschinenlogbuches:

Das Maschinenlogbuch wird geführt um den Mitarbeitern der Instandhaltung und den Maschinenbedienern die Arbeit zu erleichtern. Es ist die Grundlage oder besser ein Baustein der Wissensdatenbank der Instandhaltung.
Gerade bei Mehrschichtbetrieb können nicht alle relevanten Fakten besprochen werden und die Schichtübergabe reicht zur Information nicht aus. Ein „offenes Forum im virtuellen Logbuch“ kann hier schnell für Abhilfe sorgen. Der Mitarbeiter der nächsten Schicht kann sich über die Vorgehensweise seiner Kollegen bei Störungen etc. schnell und effektiv informieren.
Im Logbuch wird eine Entstörungsanweisung geführt. So weiß der Maschinenbediener was bei einer Störung zu tun ist. Die Bedienungsanleitung und eine von ihnen verfasste Beschreibung bilden die Grundlage der Dokumentation im Maschinenlogbuch. Einer fortführenden Fehlerliste mit den Störungen und der Vorgehensweise um die Anlage wieder instand zusetzen ist ein weiterer Bestandteil des Logbuches.
Die Fehler und Störungen sind standardisiert und alle Baugruppen und Bauteile klar beschrieben. So werden die Schwachstellen und „Top Störungen“ gezielt erkannt.
Änderungen und Verbesserungen sind ein zusätzliches Kapitel im Logbuch.

Die klare transparente Dokumentation ermöglicht es ihnen weitere Optimierungen zu generieren.
Wartungen und Prüfungen der Maschine werden ebenfalls im Logbuch dokumentiert. So weiß jeder wann, was, von wem zu tun ist.

Eine lückenlose Dokumentation in einer Wissensdatenbank nutzt dem Unternehmen und den Mitarbeitern. Instandhaltungsmaßnahmen werden effektiver und effizienter und der Nutzungsgrad der Anlagen wird sich stabilisieren und mit Erweiterung der Wissensdatenbank erhöht sich der Nutzungsgrad.

Wartung Maschinen – Maschinenreinigung

Wartung Maschinen – Maschinenreinigung

Wartung von Maschinen bildet eine der Säulen der betrieblichen Instandhaltung.

Wartungspläne erleichtern den Mitarbeitern die ordentliche Abarbeitung der verschiedenen Tätigkeiten.

Reinigungsarbeiten sind Teil der Wartung und somit Teil der vorbeugenden Instandhaltung. Oftmals werden während einer Maschinenreinigung die verschiedensten Schäden oder sich anbahnender Verschleiß erkannt. Kooperieren sie mit einem Maschinenreinigungsbetrieb der Erfahrungen damit hat. Es empfiehlt sich die Reinigungsarbeiten von der Instandhaltung koordinieren zu lassen. Die Instandhaltungsmitarbeiter kennen die „Ecken und Winkel“ der Maschinen und Anlagen bei denen besonders aufgepasst werden muss. Sie wissen welche Bereiche besonders sensibel sind und anfällig reagieren.

Ein Reinigungsbetrieb der ihre Maschinen einfach nur „sauber“ reibt ist keine große Hilfe. Vielmehr gehören die Maschinenreiniger als Fremddienstleister zum „Wartungsteam“ der Instandhaltung und unterstützen diese nach Kräften.

Mangelnde Ordnung und Sauberkeit kann sich durchaus sehr negativ auswirken.

  • Schmutz verstopft Lüftungsschlitze, das führt zu erhöhten Temperaturen.
  • Feuchte Schmier und Schmutzschichten können Kriechströme weiterleiten.
  • Schmutz und Späne erhöhen die Reibung.
  • Unfallgefahr – mangelnde Sauberkeit.

Die Reinigung von Maschinen und Maschinenteilen ist ein sehr wichtiger Teil in der Praxis einer Instandhaltung. So kann beim Reinigen auch einiges zerstört werden wenn man nicht mit der richtigen Sorgfalt arbeitet.

Bei Inspektionen und Wartungsarbeiten soll der Mitarbeiter der Instandhaltung genau schauen und prüfen, durch starke Verschmutzung ist das nicht immer möglich.
Hier ist eine gezielte Reinigung nötig und aus Sicht der Instandhaltung absolut notwendig.

Nun gibt es in den Betrieben die verschiedensten Abläufe, wenn es um eine Reinigung von Produktionsmaschinen geht.
Wichtig ist es die vorgefundenen Mängel sofort zu dokumentieren und anzuzeigen.

Das Beste Ergebnis erzielen sie, wenn die Instandhaltung bei den Reinigungsarbeiten zugegen ist und diese begleitet. Ein qualifizierter Maschinenreiniger unterstützt die Instandhaltung, so werden mögliche Schäden oft erst beim Reinigen der Maschinen erkannt und durch die Instandhaltung beseitigt.
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Kennzeichnung von Arbeits und Betriebsmittel verhindern Maschinenausfälle

Mit der klaren Kennzeichnung von Arbeits und Betriebsmittel vereinfachen wir die Arbeiten in der Instandhaltung und der autonomen Instandhaltung durch alle Mitarbeiter der Fertigung.Mittels einfachen Zeichen können wir über die Visualisierung von Zuständen oder die Zuordnung der richtigen Betriebsstoffe z.B. ein verwechseln von Ölen,vergessen Fett nachzufüllen etc. verhindern.

Ziel muss es sein das die Mitarbeiter mehr Verantwortung übernehmen und das sich die Arbeiten schnell und effizient durchführen lassen.Eine Entlastung der Instandhaltung durch eine autonome Instandhaltung des Bedienpersonal ist eine effektive Methode um Stillstandszeiten und Maschinenausfälle zu verringern.

-Füllstände Kennzeichnen – Minimum & Maximun – Hydrauliköl – Schmierbehälter – Hilfsstoffe

-Kennzeichnung der Ölkannen und der dazugehörigen Behälter – Klare Kennzeichnung verhindert Verwechselungen

-Sollwerte, Anlagenparameter – Grün IO – Rot NIO – Manometer/Druckanzeige – Wartungseinheiten kontrollieren

-Rohrleitungen Kennzeichnen – Medium – Vor oder Rücklauf – P,A,T Leitung erleichtern die Fehlersuche und Wartungs/Inspektionsarbeiten

-Bauteilbezeichnung – Pumpen,Ventile,Speichergruppen,Antriebe,Getriebe,Förderbänder,Gurte etc Klare Kennzeichnung erleichtert den Austausch und die Ersatzteilbeschaffung und verringert die Instandsetzungzeiten

Ziel der Kennzeichnung ist es die Abläufe einer autonomen Instandhaltung der Werker möglichst einfach und effektiv zu gestalten.Durch Eigenverantwortung für „ihre“Maschinen/Anlagen wird das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Loyalität zum Unternehmen gestärkt.Die selbstständige Instandhaltung der Werker verbessert die Maschinennutzungszeiten und sorgt für weniger Ausfälle und Störungen,stabile Fertigungsprozesse und zu einer verbesserten Qualität der gefertigten Produkte.Durch eine bessere Auslastung der Anlagen erreichen wir eine verbesserte Wertschöpfung,das führt dann zu Kosteneinsparungen für das Unternehmen und zu einem verbesserten Betriebsergebnis.

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Digitale Zukunft – Algorithmen als Lösung für alles?

Sind wir in der nahen Zukunft die Sklaven von Algorithmen?

Nichts ist vorhersehbar und ein komplexes System lässt sich nicht völlig fehlerfrei betreiben, der Faktor Mensch ist Störquelle und Lösung zu gleich. Mit 0 und 1 lassen sich viele Dinge bewerkstelligen, wenn ständig ein Update oder Upgrade, eine Korrektur oder Neuinstallation, eine Sicherheitskopie und das Backup gemacht werden. Die ständigen Systemänderung der Hardware mal ganz ausgenommen. Allein die Übertragungsstandards und die Kabel und Steckverbindungen sind ein Kapitel für sich.

In der Natur sehen und erleben wir jeden Tag wie unberechenbar und chaotisch es zugehen kann und sich Begebenheiten sehr schnell ändern. Lösungen finden und neue Wege einschlagen kann nur der Querdenker, mit abstrakter Vorstellungskraft und Einfühlungsvermögen und doch anpassungsfähig und pragmatisch. Und wie sicher wir die Technik beherrschen zeigen uns die täglichen Störungen und Ausfälle von Maschinen und Systemen. Natürlich ist es ein Unterschied ob bei uns zuhause die Waschmaschine ausfällt, der Geldautomat streikt oder im Kernkraftwerk eine Kernschmelze droht. Doch letztendlich sind alle automatischen Maschinen und Systeme anfällig für Störungen, Ausfälle und Angriffe von außen.

Wie wir den Spagat zwischen vollautomatischen Systemen und dem Mensch hinbekommen wird uns die Zukunft schon bald offenbaren. Ich will und kann mir eine computergesteuerte Welt, in der Algorithmen über wohl und wehe entscheiden, nicht vorstellen. Nicht alles was einer computergesteuerten Plausibilitätsprüfung standhält muss auch gut für die Menschen sein.

Das soll nicht bedeuten das wir uns nicht verbessern können und mithilfe der Computer immer neue Techniken entwicklen werden. Ich finde nur das der Mensch die Kontrolle behalten muss und sich nicht blind auf Computersysteme verlassen kann. Der Computer muss Assistent bleiben.

Instandhaltung-Rauchzeichen vs Digitalisierung

Instandhaltung-Rauchzeichen vs Digitalisierung

IT-Götter versus Rauchzeichen der Maschine: Wegen der Digitalisierung nimmt der Zeitfaktor für administrative Arbeiten deutlich zu. Zeitgleich müssen Instandsetzungen immer schneller erledigt werden. Ein Zwiespalt, der gerade Instandhalter in eine prekäre Lage bringt.

Was verspricht das Szenario der Instandhaltung 4.0? Klar, alles wird schneller und besser. Ganz groß im Rennen: Die „Realtime-Instandhaltung“ durch totale Vernetzung und absolute Verfügbarkeit aller Daten und Fakten. Von Kostensenkung und Beschleunigung der Instandhaltungsprozesse bis zur selbstüberwachten Anlage. Und das alles mit Sensoren, die ihre Zustände mitteilen und Störungen direkt an die Instandhaltung aufs Smartphone oder Tablet melden. An jeder Maschinen befindet sich ein Webinterface, bei Störungen kann der Werker direkt Meldungen an die Instandhaltung eingeben und sofort einen Arbeitsauftrag erstellen. Das Problem: Das ist nicht die Realität in mittelständischen Produktionsbetrieben und selbst wenn, ist diese Datenflut, das was wir wollen bzw die Instandhaltung braucht?

Auf Rauchzeichen der Maschine warten

Um diesen Datentsunami der Vollvernetzung bearbeiten zu können, braucht es qualifiziertes Personal für die Auswertung. Allein um Pläne und Dokumentationen der Instandhaltung per Server oder Cloud den Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen, muss zusätzliches Personal eingestellt werden, das die Daten aufbereitet. Und überhaupt, was bedeutet denn Realtime-Instandhaltung? Da frag ich mich schon: Haben die Instandhalter bisher denn nur Kaffe getrunken und auf Rauchzeichen der Maschinen gewartet? Die Effektivität der Instandhaltung hängt nicht unbedingt von der schnellen Übermittlung von Aufträgen ab. Es ist vielmehr die Qualität der Störmeldung und die Verfügbarkeit der Ersatzteile sowie die Reaktion der Mitarbeiter an sich.

Anwenderfreundlichkeit mit sehr viel Luft nach oben

Smartphones und Tablets sind eine sinnvolle Errungenschaft und garantiert sehr hilfreich bei den Aufgaben. Kleiner Beigeschmack auf den gern vergessen wird: Jedes Gerät benötigt dann natürlich eine kostenpflichtige Lizenz des Softwarelieferanten. Bei den täglichen Arbeiten muss dann auch noch das Gerät mitgeführt werden und jeder weiß, dass es gerade in älteren Betrieben nicht immer sauber und ordentlich zugeht. In den Instandhaltungen vor Ort zeigt sich nämlich das Bild der gehypten Instandhaltung 4.0 noch eher selten. Die Anwenderfreundlichkeit von Instandhaltungssoftware muss deutlich besser und einfacher zu bedienen sein. Sie können während oder nach einer Instandsetzung nicht minutenlang am Monitor die Ereignisse dokumentieren. Anbieter vergessen, dass der Instandhalter in dieser Situation bestimmt keinen Instandhaltungsbericht schreiben und seine geleisteten Arbeitsstunden buchen kann und will.

Vom Lizenzmuffeln und IT-Göttern

Auf der Frühschicht sind neun Mitarbeiter und drei Vorgesetzte in der Instandhaltung anwesend. Aufträge werden erteilt, Störungen beseitigt, eben alles was so in der täglichen Routine anfällt. Dabei arbeiten zwei Vorgesetzte mit dem PC und erstellen Pläne. Mittlerweile gibt es sogar schon drei dieser digitalen Helfer, um Aufträge und Stunden ins System zu buchen. Zum Schichtwechsel arbeiten dann also fünf Personen im System. Ein Anruf und die Realität holt uns ein: „Bitte schnell zwei Programme schließen, wir haben nur 15 Lizenzen für zwei Werke und andere Abteilungen möchten auch noch im System arbeiten“, lautet der Tenor aus der IT-Abteilung.  Die Frage, die ich mir stelle: Wie sollen wir denn erst alle Daten und Dokumentationen sammeln und auswerten, wenn es schon beim Buchen der Aufträge und Stunden so holprig zugeht? Und da ist es mit dem technischen Einkauf nicht unbedingt besser. Eine Anforderung seitens der Instandhaltung wird im EDV System bearbeitet und von den verschiedensten Personen „freigegeben“. Dieser Prozess ist oft nicht der schnellste und effektivste, geschweige denn der Kostengünstigste.

Zeitfaktor für administrative Arbeiten

Nicht zu vergessen, das die Nutzung von Software Systemen auch Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Aufträge als erledigt markieren, neue Aufträge annehmen und die geleisteten Stunden einbuchen damit das Controlling alle nötigen Zahlen hat. Nicht dass mich der digitale Instandhalter stört, aber der Zeitfaktor für administrative Arbeiten nimmt deutlich zu während die Instandsetzungen immer schneller erledigt werden müssen. Ein Zwiespalt, der so manche Instandhaltung in Schwierigkeiten bringt.

Instandhaltungsarbeiten beinhalten immer einen logistischen Aufwand, um die Aufträge zu erledigen. Werkzeug, Material und Ersatzteile müssen zusammen gestellt und zum Ort des Geschehens gebracht werden. Nun ist der Mitarbeiter gerade an einer Maschine angekommen und möchte den erhaltenen Auftrag abarbeiten. Sein Tablet blinkt und er erhält den Auftrag an einer anderen Maschine eine Störung zu beheben. Alles einpacken und wieder von Anfang an, um eine andere Aufgabe, die automatisch generiert wurde, zu erledigen. Dass da etwas in der Auftragsvergabe schief läuft, ist klar. Dass die Ressourcen besser geplant werden müssen, wohl auch.

Aus Informationen Erfahrungen machen

Wir dürfen nicht vergessen das Instandhaltung von Menschen ausgeführt wird. Die Ausbildung muss auf die neuen Techniken eingehen und die älteren Mitarbeiter dürfen nicht überfordert werden. Nicht alle haben das Verlangen ständig auf Monitore zu blicken. Eine Überflutung mit Daten und Informationen ist da eher kontraproduktiv. Am Ende fühlen sich die Mitarbeiter mehr kontrolliert als unterstützt durch die Digitalisierung. Natürlich kann anhand der gewonnen Daten sukzessive eine Instandhaltungsdokumentation aufgebaut werden. Die gewonnen Erkenntnisse müssen aber dann für alle im Unternehmen zugänglich sein und dauerhaft fundamentiert werden. Und bitte nicht vergessen: Das Kerngeschäft einer funktionierenden Instandhaltung bleibt nunmal Maschinen instandsetzen und die gemachten Erfahrungen sammeln und verwerten. Nur so werden aus Informationen irgendwann Erfahrungen.

Wartungsplan Maschinen – VI Pläne

Wartungsplan Maschinen – VI Pläne

Wartungen und Wartungspläne – hinter diesem Sammelbegriff verbirgt sich ein Mysterium der Instandhaltung.Und jeder im Unternehmen definiert den Begriff der Wartung anders und hat somit andere Erwartungen.Daher muss ganz klar und deutlich im Unternehmen kommuniziert werden was mit den Wartungen erreicht werden muss und mit welchen Mitteln die Instandhaltung das umsetzen soll.Es liegt nicht allein in der Hand der Instandhaltung erfolgreiche Wartungen zu etablieren.Das Management muss mit allen involvierten Abteilungen einen Plan aufstellen.Der Instandhaltungsjahresplan enthält alle geplanten Aktivitäten und geplante Termine.So werden die Wartungen in den verschiedenen zeitlichen Zyklen und geplante Instandsetzungen und Revisionen terminlich fixiert.In die Planungen muss die Ersatzteilversorgung und Verfügbarkeit aufgenommen werden.Redundante Lieferketten und Lagerhaltung von Verbrauchsmaterial und Ersatzteilen müssen abgestimmt werden.

Um das Thema Wartungen in eine Instandhaltung zu implementieren,die keine oder wenig Erfahrung mit VI Plänen und Wartung und Inspektion hat,muss ein ganzheitliches Konzept und eine Instandhaltungsstrategie interdisziplinär entwickelt werden.Das funktioniert nicht von heute auf morgen.Es müssen klare Strukturen geschaffen werden und die Instandhaltungsdokumentation spielt eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung von Maßnahmen.Der Qualifikationsstand der Mitarbeiter,die Kapazitäten der Instandhaltung sowie das Ersatzteilmanagement bilden weitere Grundpfeiler einer erfolgreichen Instandhaltung.

Wenn eine Maschine ausfällt hören die Instandhalter oft diesen Satz: Wie konnte das passieren,?wir haben doch die Wartungen durchgeführt.Deshalb muss die Instandhaltung eine eigene Strategie und Organisation  entwickeln und ihre Wartungen für die vorhandenen Maschinen definieren.Die Instandhaltungsmitarbeiter müssen hinter dem Konzept stehen und die Wartungspläne mit „Leben“ füllen.Dieser Prozess muss ständig verbessert und aktuallisiert werden.Neu gewonne Erkenntnisse flißen sofort in die tägliche Arbeit mit ein.Es müssen Standards etabliert werden und das fängt bei der Bestellung einer Maschine an.Mit Lastenheften werden den Lieferanten Standards vorgegeben..Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Kapazitäten der Instandhaltung seitens der Anzahl und der Qualifikation der Mitarbeiter.Und dabei spielt es erstmal eine untergeordnete Rolle ob sie die Wartungspläne selber in Exel erstellen und mit dem Kugelschreiber ausfüllen oder mittels Smartphone oder Handheldgeräten arbeiten.Es gibt eine Reihe von Software zum Thema Instandhaltung und Wartung.Auswertungen der gewonnen Daten sorgen für eine Schwachstellenbeseitigung und helfen der Instandhaltung die Funktionalität von Fertigungsanlagen zu gewährleisten.

Wartungen dienen der vorbeugenden Instandhaltung und beinhalten alles um das Thema abschmieren und pflegen einer Maschine.Verschleiß soll vermieden oder minimiert werden und erkannte Mängel werden beseitigt oder eine Instandsetzung geplant.Jeder Hersteller schreibt in seiner Dokumentation eine Empfehlung zur Wartung und Inspektion vor.Bei komplexen Fertigungsanlagen müssen die einzelnen Herstellervorgaben zu einem Gesamtwartungsplan zusammen gefasst werden.Die einzelnen Baugruppen und Komponenten müssen aufeinander abgestimmt gewartet und inspiziert werden. Wartungen werden maßgeblich von der Instandhaltungsorganisation und der Strategie beeinflusst.

Wartungen kosten Zeit und Geld und müssen daher genau geplant und abgestimmt werden.Es gilt die richtigen Ersatzteile und Material sowie Werkzeug und Mitarbeiter bereit zu halten.Die Produktion muss die notwendigen Wartungen durch die Instandhaltung akzeptieren und in ihre Maschinenbelegungszeit mit einplanen.

Instandhaltungsstrategien:

  • Reaktive Instandhaltung – Instandsetzung nach Ausfall
  • Vorbeugende Instandhaltung nach Termin und Vorgaben
  • Zustandsorientierte Instandhaltung – Ausfallrisiko beurteilen
  • Wissenorrientierte Instandhaltung – Umsetzung von Erkenntnissen
  • Vorrausschauende Instandhaltung – Ständige Datenauswertung – 4.0

Wichtig ist es natürlich immer die Herstellervorgaben für Wartungen und Inspektion zu beachten um die Garantieansprüche nicht zu verwirken.Es muss das richtige Schmierfett und die passende Ölsorte verwendet werden.

Die Wartungen müssen in einem temporären Zyklus durchgeführt werden, jedoch besteht eine gewisse Flexibilität.Es ist also nicht immer möglich die Arbeiten in den Nebenzeiten der Produktion durchzuführen.Priorität hat es immer einen Anlagenstillstand durch Wartung zu vermeiden.Jeder Anlagenstillstand  muss für vorbeugende Instandhaltung genutzt werden.Während eines Umbau oder Rüstarbeiten an den Maschinen werden von der Instandhaltung Wartungen und Inspektionen gemacht.

Sicherer Umgang mit Druckluft

Sicherer Umgang mit Druckluft

Durch Druckluft und deren Gebrauch kommt es immer wieder zu Arbeitsunfällen.Es entstehen Gehörschädigungen durch laute Geräusche von Druckluftpistolen oder nicht schallgedämpfter Abluft von Kessel und Ventilen.Eine weitere Unfallgefahr stellen Rückschläge beim entkoppeln von Schnellkupplungen oder abgerissene Schläuche und geplatzte Leitungen dar.Immer wieder kommt es zu Verletzungen durch den unsachgemäßen Gebrauch von Blaspistolen.Druckluftleitungen müssen entsprechend ihrer Größe und dem Betriebsdruck mit Schellen befestigt werden.Bei Leitungsbruch wird ein umher schleudern von Rohren und Teilen verhindert. Druckluftbehälter müssen mit Sicherheitsventilen gegen Überdruck abgesichert werden.Regelmäßige Wartungen an Druckluftsystemen sind unerläßlich.Halten sie die Ansaugsiebe des Verdichter sauber und sorgen für ausreichend Zuluft.Kontrollieren sie den Ölstand und befreien den Kühler regelmäßig von Staub und Schmutz.Leckagen sorgen für einen vermehrten Energieverbrauch und belasten die Kompressoren zusätzlich.Inteligente Sensorsysteme erkennen den Druckabfall durch Leckage und melden den Schaden automatisch an die Instandhaltung.

Bei Arbeiten an Druckluftsystemen sind besondere Sicherheitsregeln zu beachten.

  • Achtung vor dem Abschalten – Unkontrollierte Bewegungen möglich?
  • Sind Zylinder o.ä. abzustützen – Sind alle Arbeiten sicher durchzuführen?
  • Die Anlage ist drucklos zu schalten und gegen wieder einschalten zu sichern.
  • Druckbehälter sind restlos zu entleeren
  • Abschiebern des Arbeitsbereich an den Stellventilen
  • Austausch des defekten Bauteil – Kontrolle von Baugruppen
  • Absolute Sauberkeit um erneute Ausfälle zu verhindern
  • Drücke und Wartungseinheiten kontrollieren-Druckluftöler kontrollieren
  • Druckkessel entwässern – Manometer Funktionskontrollen
  • Rohre und Leitungen müssen ausreichend befestigt und gesichert werden

Erstellen sie Checklisten für die Arbeiten an verschiedenen Pneumatikbauteilen.Mittels Arbeitsanweisungen können die Mitarbeiter Schritt für Schritt vorgehen und erledigte Punkte abhaken.

Funktionelle Sensoren und Steuerungen helfen der Instandhaltung bei der Bewältigung ihrer Aufgaben.Kompressoren und Druckluftleitungen sollten von Sensoren überwacht werden.So werden aufkommende Probleme schnell erkannt.

Vermeiden sie Gefahren und sorgen sie für mehr Sicherheit im Umgang mit Druckluft. Schnellkupplungen mit rückschlagfreier Entkopplung durch Entlüftung der Elemente. So wird der sogenannte „Peitschenhiebeffekt“ wirkungsvoll verhindert.

Rohrbruchsicherungen unterbrechen bei einer Leckage automatischen den Durchfluss und vermeiden so größere Gefahren durch unkontrollierte Bewegungen von Schläuchen und Rohren.

Mittels Bypassleitungen kann ein aufgetretener Schaden ohne große Ausfälle der Produktion und des gesamten Druckluftsystem schnell und wirtschaftlich instand gesetzt werden.

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