Schlagwort: Erfolg

Instandhaltungsstrategie DIN 31051

Instandhaltungsstrategie DIN 31051

1.ANFORDERN VON INSTANDHALTUNGSLEISTUNGEN

„Instandhaltung erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Flexibilität.

Wenn wichtige Maschinen und Anlagen in der Produktion ausfallen kann es auch schon mal hektisch werden. So dürfen bei unseren deutschen Autobauern die Bänder quasi nie stillstehen.“

1.1 Kurzfristige Arbeiten – Entstörung – Ungeplante Instandsetzung

Die kurzfristig auszuführenden Arbeiten, Entstörungen und ungeplante Instandsetzung, werden von der Instandhaltung bearbeitet. Der Auftrag erfolgt telefonisch oder durch das direkte Ansprechen eines Mitarbeiters. Die Produktionsbegleitung und Entstörungsdienst hat absolute Priorität.

Die Arbeiten sind schriftlich zu erfassen und werden vom Vorgesetzten der Abteilung erstellt (Vordruck Arbeitsplan- Anforderung -Instandhaltung) und in einer EDV Maske hinterlegt (Vorerst per Excel Tabelle und später per BDE).

In der Anforderung ist klar zu sehen welche Arbeiten von der Instandhaltung angefordert werden. Beginn der Störung, Art der Störung, Bereich wo die Störung auftritt. Freigabe der Maschine durch den zuständigen Instandhalter – Abnahme der Arbeiten durch den Vorgesetzten der Fertigung. Die Instandhaltung verfügt nur über ein sehr begrenzten Personalstamm, daher sollte vor jeder Beauftragung sorgfältig darüber entschieden werden ob die Arbeiten wirklich

sofort erledigt werden müssen. Kerngeschäft ist die Aufrechterhaltung der Produktion.

Erstellen einer Prioritätenliste Produktionsmaschinen – Infrastruktur – Betriebstechnik.

Bei gleichzeitiger Vorlage von mehreren Aufgaben ,welche die Instandhaltung nicht alle

sofort erledigen kann, entscheiden die Abteilungsleiter über die Reihenfolge der Arbeiten.

Eine kontinuierliche Schichtbegleitung der Produktion sorgt für eine Stabilisierung der OEE Werte und verbessert den MTTR Wert deutlich. Die Entstörungen und Produktionsunterstützenden Tätigkeiten sind die Basis für die vorbeugende IH.

1.2 Wartung & Inspektionen – Planbare Instandhaltung – Planung-Steuerung

Wartung, Inspektionen, TPM Maßnahmen und alle planbaren Instandhaltungsarbeiten werden vom Wartungsteam übernommen.

Reparaturen deren Umfang bekannt sind und bei denen der Termin planbar ist, werden vom Wartungsteam bearbeitet und durchgeführt. Die Aufträge werden von der Abteilung Planung – Steuerung und der Instandhaltung erteilt. Hersteller und Dienstleister mit Service oder Wartungsvertrag gehören zum Wartungsteam und werden durch dieses unterstützt. Hierzu wird zusammen ein Instandhaltungsplan(Woche-Monat-Jahr) erstellt in dem die Wartungsintervalle, Inspektionen und Termine festgehalten werden.

Die eigene Kapazität ist derzeit stark eingeschränkt, so fehlt eine komplette 3te Schicht um die Produktion kontinuierlich zu begleiten. Diese Ressourcenmängel führen dann zu vermehrten „Aktionismus und binden die vorhandenen Ressourcen komplett ein.

TPM, Wartungen und Inspektionen werden daher nur in eingeschränkter Form durchgeführt. Um die vorbeugende Instandhaltung dauerhaft zu implementieren muss auf die Hilfe von externem Dienstleistern zurückgegriffen werden.

2 INSTANDHALTUNG – LEISTUNGSARTEN

2.1 Entstörung

Eine Entstörung dient der schnellen Wiederherstellung von Fertigungsanlagen und kann nicht aufgeschoben werden.

Solange den Qualitätsansprüchen entsprechend produziert werden kann gilt eine

Maschine als funktionsfähig. Störungen die eine unmittelbare Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen oder weitere Folgeschäden nach sich ziehen können werden selbstverständlich unverzüglich abgestellt. Entstörungen werden durch das Personal der Fertigung oder durch das Fachpersonal der Instandhaltung ausgeführt. Wenn die Entstörung sich nicht durch die Mitarbeiter der Fertigung durchführen lässt , wird die Instandhaltung beauftrag telefonisch oder Ansprache der Mitarbeiter -Entstörungen werden durch den verantwortlichen Vorgesetzten der Fertigung in Form von Störmeldungen dokumentiert. Die Meldung wird sofort nach Auftreten der Störung

erstellt und enthält Startzeit und Fehlerbild der Störung Der Instandhalter meldet den Abschluss der Tätigkeiten an den Auftraggeber zurück und dokumentiert die Arbeiten und den Endzeitpunkt der Entstörung (Vordrucke sind erstellt und vorhanden). Abgeschlossen werden die Meldungen durch den Instandhaltungsleiter und den Vorgesetzten der Fertigung.

2.2 UNGEPLANTE INSTANDHALTUNG

Ungeplante Instandhaltungsarbeiten erfolgen als Reaktion auf einen unvorhersehbaren

Schaden an einer Maschine. Hierzu gehört auch die Fehlersuche bei sporadisch

auftretenden Störungen die immer wieder zum Ausfall der Anlage führen.

Reparaturen werden durch die Instandhaltung ausgeführt und bearbeitet.

Die Mitarbeiter des Wartungsteam unterstützen die Instandhaltung dabei.

Bei Personalmangel oder wenn besondere Werkzeuge und Fähigkeiten erforderlich sind, können Fremddienstleister hinzugezogen werden. Die Beauftragung erfolgt durch die Instandhaltungsleitung und die IH Koordinatoren..

Reparaturen werden, wie die Entstörungen, durch den Auftraggeber/Auftragnehmer dokumentiert und eingepflegt. Der Abschluss einer Reparatur wird den Abteilungen zurückgemeldet und die Arbeiten durch die Abteilungsleiter/Schichtführer abgenommen. Wenn sich durch eine Reparatur weitere Arbeiten ergeben, sind diese durch die Instandhaltung zu dokumentieren (Austausch eines Bauteils zwecks Überholung- Neubestellung von Ersatzteilen etc.).

2.3 PLANBARE INSTANDHALTUNG

Tätigkeiten deren Umfang bekannt sind und bei denen der Termin planbar ist, werden vom Wartungsteam bearbeitet und durchgeführt. Die Anforderung erfolgt durch die Vorgesetzten der Werkstatt und der Instandhaltung bzw. ergeben sich aus den Arbeitsplänen zur Wartung und TPM.

Die Arbeiten werden dokumentiert und eingepflegt (dient der weiteren Schadensanalyse).

Nach Fertigstellung der Reparatur wird der Fertigung die Maschine übergeben und vom Abteilungsleiter abgenommen.

Fremddienstleister, Hersteller und Lieferanten welche per Servicevertrag oder Wartungsvertrag tätig sind, werden ebenfalls zum Wartungsteam gezählt.

Der Mitarbeiter dokumentiert die Arbeiten und eingesetzten Mittel, den Zeitaufwand und alle festgestellte Fakten.

Wenn keine Abweichungen vom Arbeitsplan festgestellt werden wird der Auftrag

vom Mitarbeiter als erledigt markiert und im SAP System dokumentiert.

2.4 WARTUNG UND INSPEKTIONEN

Wartungen und Inspektionstätigkeiten werden durch das Wartungsteam der Instandhaltung ausgeführt, unterstützt durch autonome Wartung der Fertigung im Rahmen von TPM.

Wartungen und Inspektionen werden in Routinekatalogen beschrieben und werden nicht angefordert oder beauftragt. Durch die Instandhaltungspläne ergeben sich die Termine und Wartungs-/Inspektionsaufträge automatisch.

Wartungspläne, Checklisten und Maschinenbücher zur Erfassung der Tätigkeiten werden von der Instandhaltung geführt und geprüft.

TPM Maßnahmen

Eine offene Plattform in Form einer IT gestützter Lösung wie z.B. Opra erleichtert die transparente Kommunikation der Instandhaltung. Ein virtuelles Maschinenlogbuch bietet der Produktion und der Instandhaltung eine effektive Möglichkeit zur transparenten Kommunikation.

2.5 AUTONOME INSTANDHALTUNGS-MITARBEITER FERTIGUNG

Anhand von Arbeitsplänen, Checklisten und Routinekataloge können die Mitarbeiter der Fertigung einfache Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten ausführen(Z.B. abschmieren der Maschinenführungen – Ablesen von Sollwerten und Ölstands Kontrolle).Die Reinigung der Maschinen von Spänen und anderen Abfällen wird seitens der Fertigung dabei durchgeführt (Arbeitssicherheit).Die auszuführenden Arbeiten werden anhand von Arbeitsplänen mit Fotodokumentation genau beschrieben ,die Arbeitspläne werden an der Maschine ausgehangen, durch Unterschrift des Mitarbeiter in der Checkliste wird die Arbeit dokumentiert. Das Wartungsteam unterstützt die Mitarbeiter der Fertigung bei ihren Aufgaben und wird durch Schulungen das Wissen um die Wichtigkeit dieser Arbeiten festigen. TPM Maßnahmen werden aktualisiert und Optimierungen durch die Mitarbeiter implementiert.

2.6 MASCHINENSTILLSTAND/RÜSTZEITEN NUTZEN

Beim Umrüsten der Anlage auf ein neues Produkt/Werkzeug ist die Instandhaltungsleitung bzw. das Wartungsteam sofort zu informieren. Während geplanter Rüstarbeiten kann an den Maschinen ein Teil der Wartungen und Inspektionen durchgeführt werden(Z.B. Abschmierarbeiten, Sollstände kontrollieren etc.).

Die Instandhaltung kann den Zeitraum nutzen um sich die Maschinen genauer anzusehen und so weitere Maßnahmen planen. Jeder Maschinenstillstand muss genutzt werden um eine vorbeugende Instandhaltung durchzuführen.

2.7 WERKSVERTRÄGE SERVICEVERTRÄGE

Um die Instandhaltung von einigen Aufgaben zu entlasten werden für bestimmte Bereiche Service und Werksverträge mit Herstellern und Lieferanten abgeschlossen.

Die Betreuung der Fremddienstleister wird durch das Wartungsteam gewährleistet.

Planung der Arbeiten und Termine werden von der Instandhaltungsleitung und der Abteilung Fertigung – Planung – Steuerung festgelegt.

Um die Einführung von Condition Monitoring zu etablieren ist die Unterstützung eines Servicepartners notwendig. Hier sollte ein Vertrag (zunächst 3 Monate) mit detaillierter Beschreibung der Aufgaben abgeschlossen werden. Die eigenen Kapazitäten reichen hier bei Voith Salzgitter nicht aus.

Der Einsatz von Dienstleister und deren Arbeiten wird von der Instandhaltung nach Art und Umfang genau dokumentiert und kontrolliert. Arbeiten von Fremddienstleister unterliegen der Gewährleistung und durch die Garantieansprüche ist man zusätzlich abgesichert.

So können Teile der Gebäudetechnik, der Infrastruktur und z.B. die Bandmeldeanlage in die Hände von Dienstleister delegiert werden, das ermöglicht der Instandhaltung Betriebstechnik eine Konzentration auf ihr Kerngeschäft.

Im Bereich der Bürokommunikation und EDV lassen sich gute Angebote über verschiedene Dienstleistungen finden und können somit schnell umgesetzt werden.

  1. Instandhaltungsstrategie DIN 31051-Dokumentation-Instandhaltung-Maschinen

Aufträge der Instandhaltung werden schriftlich erfasst und an die Vorgesetzten zurückgemeldet. Jeder Auftrag in der Produktion ist zu dokumentieren. Die geleisteten Arbeiten, notwendige Maßnahmen und der Lösungsweg werden im Schichtbericht ordentlich mit Name, Uhrzeit und Dauer der Störung dokumentiert.

Ein Vordruck für die Auftragserfüllung ist in der EDV/SAP und der Inst. hinterlegt.

  • Mithilfe eines Instandhaltungsauftrags erhalten die Instandhalter das entsprechende Mittel um alle Arbeiten zu dokumentieren. Der Auftrag wird vom Mitarbeiter ausgefüllt und vom Vorgesetzten unterschrieben.

  • Nach der Auftragsdurchführung erfolgen eine entsprechende schriftliche Rückmeldung an die Vorgesetzten der Instandhaltung über die geleisteten Arbeiten und an den betreffenden Produktionsbereich.

  • Die geleisteten Rückmeldungen werden in der Instandhaltung erfasst und zu Berichten ausgewertet.

  • Im nächsten step werden standardisierte Fehlerkataloge, Störlisten und weitere standardisierte IH Dokumentationen erstellt um die Kommunikation und Dokumentation zu vereinheitlichen.

Untersuchungen in vielen Industrieunternehmen haben ergeben, dass im   Arbeitsablauf „störungsbedingte Instandsetzungen“ eine Reihe von kritischen Punkten festgestellt worden sind. Diese sind durch eine konsequente Dokumentation der I+R Leistungen und durch eine klare Strategie zu vermeiden.

Bei der Störungsmeldung/Arbeitsformulierung tritt das Problem auf, dass das Produktionspersonal nicht eindeutige Arbeitsaufträge an die Instandhaltung weiterleitet. Nicht selten werden Meldungen wie etwa „Anlage defekt“, „Störung an Anlage“ etc. an die Instandhaltung übermittelt, die ihrerseits diese Information nicht weiterverwerten kann. Entscheidend für die Güte der Auftragsformulierung ist hierbei insbesondere der Qualifikationsstand des Personals.

Ein weiterer wesentlicher Gesichtspunkt ist, dass die Störungsmeldung an die Instandhaltung teilweise mündlich erteilt wird. Hierbei besteht die Gefahr, dass die Meldung zwar entgegengenommen wird, jedoch aufgrund eines allgemeinen hohen Arbeitsaufwandes durchaus verloren gehen kann. Des Weiteren ist zu beobachten, dass in der Produktion die Störungsmeldung nach Auftragsdurchführung häufig nicht nachvollzogen werden kann. Und bei der Arbeitsrückmeldung kann es vorkommen, dass vom Instandhaltungs- bzw. Produktionspersonal erbrachte Leistungen nicht vollständig erfasst werden und die Rückmeldungen generell nicht dokumentiert werden.

Es kommt vor, dass für die Entgegennahme der Störungsmeldung im  Instandhaltungsbereich keine klaren Zuständigkeiten herrschen. Es wird vom Produktionspersonal, je nach Möglichkeit, der einzelne Mitarbeiter oder Vorgesetzte angesprochen. Bei der  Arbeitsplanung finden sich Vorgehensweisen, die es vorsehen, eingehende Störungsmeldungen in chronologischer Abfolge, ohne klare Prioritäten, abzuarbeiten. Eine derartige Arbeitsabwicklung hat zur Folge, dass in der Instandhaltung ein gewisses Arbeitsabwicklungsvolumen geschoben wird und die Instandhaltungskapazitäten für zu gering angesehen werden.

Markante Merkmale einer derartigen Vorgehensweise sind

  • die Funktionen der Arbeitsvorbereitung nicht durchgeführt werden,

  • die anstehenden Aufträge nach Eingang gesammelt werden,

  • Klare Vorgaben und Prioritäten fehlen oder mündlich erteilt werden,

  • Checklisten/Arbeitspläne für standardisierte Arbeiten nicht vorliegen,

  • Arbeitsbelege für die Mitarbeiter nicht erstellt werden und

  • Materialentnahmen aus den Magazinen ohne Dokumentation erfolgen.

.

Hohe Investitionen, sinkende Produktlaufzeiten und der Wettbewerb zwingen die Betreiber von Maschinen und Anlagen dazu, diese in einem Grad hoher Verfügbarkeit bei maximaler Zuverlässigkeit zu erhalten. Eine hohe Maschinennutzungszeit und eine geringe Ausfallrate bedürfen bei immer komplexer werdenden Anlagen eines ausgereiften und methodischen Instandhaltungskonzeptes. Ein Mittel, mit dem Sie in der Instandhaltung eine dauerhafte und einfache Strategie entwickeln, ist die Schwachstellenanalyse und -beseitigung nach DIN 31051.

Der Begriff der Schwachstelle und Schwachstellenanalyse selbst wurde im Jahr 1980 in der DIN 31051 definiert und mit der Neufassung der DIN 31051: 2003-06 den Instandhaltungstätigkeiten zugeordnet. Im Rahmen der Inspektion wird eine Fehleranalyse durchgeführt, die u. a. in der Schwachstellenanalyse mündet und in einer Verbesserung, die wirtschaftlich sinnvoll ist, mündet.

Schwachstelle = Betrachtungseinheit, bei der ein Ausfall häufiger, als es der geforderten Verfügbarkeit entspricht, eintritt und bei der eine Verbesserung möglich und wirtschaftlich vertretbar ist.

Eine gut organisierte Instandhaltung gewährleistet einen sicheren Betrieb von Maschinen und Anlagen. Die Investitionen in vorbeigende Instandhaltung und in die Aus und Weiterbildung der Mitarbeiter sorgt für einen stabilen Maschinennutzungsgrad. Maschinenausfälle und Stillstände in der Produktion sind in der Regel teuer und kostenintensiv.

Durch eine funktionierende Instandhaltung, gute Mitarbeiter und eine stabile Versorgung mit Ersatzteilen lassen sich Störungen und Ausfallzeiten reduzieren. Effektivität der Maßnahmen und eingesetzten Ressourcen vorausgesetzt kann eine Instandhaltung den Maschinennutzungsgrad massiv positiv beeinflussen.

DIN 31051:

Diese Definition ist im Rahmen der Instandhaltung sinnvoll.

  • Es handelt sich um eine wirtschaftliche Sichtweise.

Die vorrangigen Ziele der Schwachstellenanalyse sind:

  • die dauerhafte Schwachstellenbeseitigung,

  • die Kenntnis über die Zustände der Bauteile und

  • die Festlegung optimaler Instandhaltungsstrategien.

Der am häufigsten in der Praxis verwendete Arbeitsablauf der  Schwachstellenanalyse und -beseitigung sieht folgende Arbeitsschritte vor:

  1. Analyse und Auswertung von Daten, Informationen und Erfahrungen

  2. Anwendung einer Strategie/Systematik; Ableiten von Folgerungen

  3. Statistische Analysen des BDE/MDE/OEE

  4. Empfehlungen für die Durchführung-Interdisziplinäre Teams

  5. Planung der Schwachstellenbeseitigung

  6. Durchführung der Maßnahmen und Kontrolle der Umsetzung

  7. Dokumentation und Erfassung aller Daten

  8. Auswertung, Anpassungen und Erfahrungsrückfluss

In der Praxis wird meist nachfolgendes Schema gehandelt.

  • Durchführung systematischer Schwachstellenanalysen an Systemen/Anlagen Maschinen etc.

  • Anwendung der Methodik im gemischten Team

  • Konsequente Erfassung von Schadensbildern und Schadensursachen im System für Analysen und Auswertungen

  • Etablierung einer Methode zur systematischen Reduzierung von Wiederholstörungen -Fehlerkataloge, Standardisierung

  • Ständige Anwendung durch den Verantwortlichen

  • Überprüfung der Anwendung der Methode durch den Instandhaltungsleiter

Einer der Schlüssel zur Lösung ist die Kommunikation – wir müssen miteinander reden und wir müssen unsere Tätigkeiten dokumentieren!

Und hier dient uns Instandhalter die Dokumentation über unsere Tätigkeiten als Schlüssel zur Kommunikation. Eine transparente Darstellung aller Arbeiten dient den Kollegen und Kunden zur genauen Information.

Das bedeutet, dass wir die Störmeldungen in SAP genau und detailliert dokumentieren um eine nachhaltige Auswertung durchzuführen.

Um die Meldungen „verarbeitungsgerecht“ für die Auswertungen zu gestalten, ist es zwingend notwendig eine standardisierte IH Kommunikation zu etablieren. Diese beinhaltet standardisierte Fehlerkataloge und Störungsbeschreibungen, ein Organisationshandbuch und IH Funktionsbeschreibungen.
Instandhaltung muss heute verständlich für alle im Unternehmen kommuniziert werden damit das Verständnis für nötige Instandhaltungsarbeiten schon im Vorfeld vorhanden ist.
Durch die konsequente Dokumentation von Instandhaltungsarbeiten können Schwachstellen schnell ausfindig und dauerhaft beseitigt werden.

Mit der IH-Dokumentation machen wir die Arbeiten transparent und nachvollziehbar.

1. Informationen für Kollegen und Kunden über die Tätigkeiten und was wann wo gemacht wird.

2.Schaffen einer Datenbasis zur Störgrundanalyse und Ersatzteilstrategie

3.Möglichkeiten zur Auswertung und Darstellung tatsächlicher Instandhaltung

4.Grundlage zur Ermittlung einer Instandhaltungsstrategie

5.Neueste Information sichern die Aktualität der Pläne und Dokumente

6.Basis für Routinekataloge und Arbeitsanweisungen

7.Schaffung von einheitlichen Standards bei der Vorgehensweise der Instandhaltung

Uns stehen verschiedene Methoden für die Instandhaltung parallel zur Verfügung:
-Reaktive Instandhaltung -Vorbeugende Instandhaltung -Datenbasierte Instandhaltung -Analytische Instandhaltung -Zustand orientierte Instandhaltung
Bestimmt werden die Maßnahmen durch das Management und die Festlegung von Instandhaltungsstrategien und Instandhaltungsbudget.

Kurzfristige Inst.Strategie :Reaktion bei Störung, Havarie Schäden, Produktionsausfall
Bereitschaften und Wochenplan. Notfallpläne
Mittelfristige Inst.Strategie: Routinewartung, Inspektionsintervalle, Dokumentationen von
Fehlern, Aufbau einer systematischen Störgrunddiagnostik
Katalogisieren der Fehler und Beschreibungen
Mitarbeiter schulen um eine stetige Verbesserung und eine
Werterhaltung der Anlagen im Rahmen von Umweltschutz,
Arbeitssicherheit und Energieeffizienz zu erreichen. Monatspläne
Langfristige Inst. Strategie: Jahresplan, Revisionspläne, Neu/Umbauten, mit dem Bereich
Controlling das Instandhaltungsbudget aufgrund des Instand-
haltungsjahresplan erstellen.

Wartung und Inspektionsanleitungen der Hersteller lassen sich nicht 1:1 umsetzen da die Hersteller nicht den Kontext des Einsatzgebiets des Equipments beim Kunden kennen.
Hier müssen wir nicht nur die eigentlichen Funktionen des Equipments betrachten sondern auch die Zusammenhänge in denen einzelne Baugruppen eingesetzt werden.
Somit sind die Methoden der Instandhaltung immer abhängig vom Kontext des eingesetzten Equipments.
Hier müssen eigene Strategien entwickelt werden um Equipmentausfälle zu minimieren und die Anlagenverfügbarkeit und Anlagenstabillität zu verbessern.
Wartung und Inspektionen sollten auf die Nebenzeiten geplant werden um die Produktivität nicht negativ zu beeinflussen. Der Instandhalter von heute ist mehr ein Manager und Daten Verarbeiter und muss vielseitige Aufgabenstellungen lösen können. Dinge können 2 Kategorien zugeordnet werden: (1) Dinge, die repariert werden müssen, und (2) Dinge, die repariert werden müssen, nachdem man ein paar Minuten lang damit gespielt hat.“ Welche Auswirkungen diese plakative Aussage auf das von der Instandhaltung zu erfüllende Aufgabenspektrum hat, lässt sich allerdings nicht so einfach beantworten.

Es ist wie im Leben überall, oft sind es die einfachen Dinge die nicht richtig funktionieren.
Und so werden aus kleinen Problemen irgendwann große Probleme.

Das Leisten/Lasten/Pflichtenheft ist absolut wichtig und notwendig. Thema Standardisierung und Ersatzteilmanagement!

Im Maschinenbau sollten sie als Kunde schon genau definieren welche Anbauteile und Baugruppen sie gerne hätten, die Ersatzteilbevorratung der Instandhaltung wird es ihnen danken. Und wenn sie mit einer Steuerung-Ventile-Förderbänder-Motoren-Werkzeuge gute Erfahrungen gemacht haben, möchten sie diese auch an den neu bestellten Maschinen in einheitlichen Standards wiederfinden.

Mit dem Pflichtenheft dokumentiert der Kunde seine Vorgaben an den Hersteller.

-Gewährleistet eine Standardisierung von Bauteilen und Baugruppen

-Stellt die geforderten Funktionen sicher

-Basis der Ersatzteilplanung, Bevorratung und Kapazität

-Teil der Instandhaltungsplanung, Reaktionszeit bei Ausfall verringern

-Kompatibilität von Bauteilen und Baugruppen

-Erleichtert die Fehlersuche durch möglichen Tausch defekter Bauteile an verschiedenen Maschinen. Wandert der Fehler mit dem Bauteil ist der Fehler schnell zu lokalisieren (Ventile oder Druckschalter etc.)
Am Ende ist die Umsetzung der geforderten Leistungen entscheidend und das erfordert Kontrolle. Ob nun während der Herstellung einzelne Komponenten geprüft werden oder Einzelabnahmen vor der Schlussabnahme vereinbart werden hängt vom Vertrag ab. Und hier liegt der Hase im Pfeffer, meist gehen Details in der Planung und während des Herstellungsprozess unter und am Ende drängt die Zeit weil produziert werden muss. Änderungen und Anpassungen werden dann in Projekten und Workshops abgearbeitet, Dinge die durch Planung und Steuerung zu vermeiden sind.

Wir erstellen für verschiedene Kunden Leisten/Lasten/Pflichtenhefte, unterstützen bei CE Konformitätserklärungen und Bedienungsanleitungen die der CE Norm entsprechen.

Und hier ist der Zusammenhang zum Pflichtenheft wieder sehr deutlich zu erkennen-schon bei der Bestellung einer neuen Anlage muss berücksichtigt werden wie sich dieses auf das Ersatzteilmanagment der Instandhaltung auswirkt. Durch verwenden von gleichen Bauteilen wird die Reaktionszeit bei Störungen deutlich verbessert, die Instandhaltung kann die Standardbauteile einfach und zügig zuordnen und Instandsetzung. Die Lagerkapazitäten sind somit überschaubar und lassen sich mit einfachen Methoden managen.

Gute Organisation und standardisierte Abläufe erleichtern es hier der Instandhaltung und der Produktion auf Havarie Schäden zu reagieren und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Durch die konsequente Instandhaltungsdokumentation ist man in der Lage Schwachstellen zu finden und dauerhaft zu beseitigen. Standardisierungen durch Leisten/Pflichtenhefte sorgen auch hier schon bei der Bestellung einer Maschine für eine reibungslose Integration der neuen Maschine in den Arbeitsbereich der Instandhaltung.
Standardisierte Fehlermeldungen und Störgrunderfassung sorgen für „vorhersehbare“ Störungen und führen über eine Analyse zur Störgrundreduzierung.
Fehler und Störungen können die unterschiedlichsten Ursachen haben
-Konstruktionsbedingt
-Montage
-Mechanik -Elektrik – Programm etc.

Viele Fehler und Störungen die uns am Bildschirm der Maschinen angezeigt werden passen nicht mal annähernd zum Fehlerbild. Hier ist es nötig die Fehlermeldungen zu filtern und optimiert.
Wichtig ist hierbei der Gesamtkontext einer Fertigungsanlage, einzelne Komponenten funktionieren alleine für sich perfekt. Nun muss das Zusammenspiel der Baugruppen als komplexe Anlage funktionieren.
Fehler und Störmeldungen müssen dem Bediener genaue Auskunft geben was zu tun ist.
Hier ist es ratsam die Fehler und Störungen zu katalogisieren und zu beschreiben.

Im Rahmen von TPM/KVP Projekten kann zusammen an der genauen Ausarbeitung dieser Arbeitsanweisungen gearbeitet werden.
So kann die Produktion und die Instandhaltung sich einbringen und interdisziplinär an Lösungen gearbeitet werden.
Ziel muss es sein die Fertigungsanlagen zu stabilisieren und Instandhaltungsarbeiten auf die Nebenzeiten zu planen.

Gesamtwartungspläne an verketteten Anlagen!

Eine geplante Wartung an einer komplexen Anlage erfordert das entsprechende Wissen über die Abläufe und den Aufbau des Gesamtsystem und der einzelnen Teilsysteme. Ein Gesamtwartungsplan der alle einzelnen Teilsysteme und Baugruppen berücksichtigt muss erstellt werden.

Die Hauptfunktionen der Anlage sind sicherzustellen bei minimalen Verschleiß und maximaler Nutzungszeit.

Bei einer komplexen Anlage werden verschiedene Teilsysteme und Baugruppen zusammen geführt. Die Empfehlungen zu Wartung und Inspektion der Hersteller einzelner Teilsysteme sind von der Instandhaltung zu berücksichtigen. Bedingt durch diesen Umstand müssen die einzelnen Wartung und Inspektionspläne und Empfehlungen der verschieden Hersteller zusammengefasst werden. Um Garantieansprüche aufrecht zu erhalten müssen die Wartungsvorschriften und Empfehlungen der Hersteller berücksichtigt und eingehalten werden.

Die einzelnen Pläne der Hersteller müssen vereinheitlicht werden, so müssen z.B. die Zeitangaben der Wartungen und Inspektionen einheitlich umgerechnet werden (Stunde-Tag-Monat etc.).Dann wird aus den einzelnen Wartungsplänen der verschiedenen Hersteller ein Gesamtwartungsplan entwickelt, der die Belange und Empfehlungen der Hersteller berücksichtigt. Anhand des Gesamtwartungsplans werden die Arbeiten an den Teilsystemen effektiv zusammengefasst und abgearbeitet. Einfache Kontrollen und tägliche Routinen können von dem Anlagenbediener ausgeführt werden.

  • Wartungsarbeiten die einen Anlagenstillstand erfordern sind an allen Teilsystemen zusammenzufassen

  • Alle durchgeführten Arbeiten sind einheitlich zu dokumentieren. Die Instandhaltungsdokumentation bildet die Grundlage für den Instandhaltungsplan und die Instandhaltungstrategie

  • Autonome Instandhaltung durch die Werker durchführen.

  • Ähnliche Wartung  und Inspektionsaufgaben an verschiedenen Teilsystemen sind zusammenzufassen.

  • Prüfungen an verschiedenen Teilsystemen der Anlage sind terminlich zusammenfassen.

Die Anlage und die einzelnen Teilsysteme bestehen aus verschiedenen Komponenten.

  • Mechanische Baugruppen

  • Elektrische Baugruppen

  • Elektronische Baugruppen

  • Pneumatische Komponenten

  • Hydraulische Komponenten

Mechanische Baugruppen werden besonders beansprucht. Sie dienen der Kraftübertragung und müssen große Drehmomente umsetzen. Führungen und Lager müssen geschmiert werden um den Verschleiß zu minimieren, Ölbehälter müssen kontrolliert und befüllt werden. Bei Wellen und Kupplungen ist die Ausrichtung und Geräusche zu kontrollieren. Getriebe, Ketten und Riemen sind regelmäßig zu prüfen.

  • Maschinengestell

  • Lager und Führungen

  • Getriebe – Ketten – Riemen

  • Kupplungen

  • Brems-Kupplungskombinationen

Elektrische und Elektronische Baugruppen dürfen nur von Fachpersonal geprüft und gewartet werden. Die Vorschriften des VDE und die UVV sowie die Vorschriften der BG (DGUV V3-BGV A3) sind zu beachten. Leitung entsprechend den Vorschriften verlegen und abzuschirmen, Potenzialausgleich der Kabelkanäle, Selektive Absicherung.

  • Motoren und Antriebe

  • Schaltschränke und Trafos

  • Steuerung, Bedienpult und CPU`s

  • Aktoren – Sensoren – Signalverarbeitung

  • Kabel und Leitungen

Pneumatische Komponenten dürfen nur von  Fachpersonal gewartet werden. Pneumatische Anlagen stehen unter Druck und müssen bei Instandhaltungsarbeiten drucklos gemacht werden. Leitungen und Schläuche sind auf Leckagen zu prüfen. Einstellungen der Manometer kontrollieren. Leckagen sind mit einem guten Gehör und Fingerspitzengefühl zu detektieren.

  • Verdichter, Kompressor

  • Druckspeicher, Druckbehälter, Filter und Trockner

  • Leitungen, Rohre, Schläuche, Manometer

  • Druck/Überdruckventile, Schaltventile, Rückschlagventile

  • Arbeitsglieder, Zylinder

Hydraulische Komponenten dürfen nur von Fachpersonal gewartet werden. Hydraulische Anlagen arbeiten mit hohen Druck und müssen bei Arbeiten drucklos gemacht werden. Leitungen und Schläuche sind auf Leckagen zu überprüfen. Pumpen auf verdächtige Geräusche kontrollieren. Druckanzeigen überwachen, Filteranzeigen überwachen, Temperaturen der Hydraulik kontrollieren. Zylinder auf Leckagen kontrollieren.

  • Aggregat, Hydraulikölbehälter

  • Pumpen, Ölfilter und Druckanzeigen

  • Druckbegrenzungsventile, Druckregelventile

  • Absperrhähne und Rückschlagventile

  • Druckspeicher, Ölkühler

  • Wasserkühlung, Emulsionen

Es sind viele verschiedene Dinge zu beachten um eine Wartung effektiv und effizient durchzuführen. Ohne eine exakte Planung im Vorfeld werden nicht alle Arbeiten die möglich und sinnvoll sind durchgeführt. Jeder Maschinenstillstand kann und muss von der Instandhaltung genutzt werden um geplante Maßnahmen zeitnah umzusetzen. Die bei Wartungen und Inspektionen festgestellten Mängel und erkannten Risiken durch Verschleiß können bei funktionierender Planung step by step abgearbeitet werden.

Wartungspläne-Vorbeugende Instandhaltung braucht nachhaltige Konzepte

Wartungspläne-Vorbeugende Instandhaltung braucht nachhaltige Konzepte

Wartungen und Wartungspläne – vieles wird unter diesem Sammelbegriff abgelegt und jeder im Unternehmen definiert es anders.Wenn eine Maschine ausfällt bekommen die Instandhalter oft diesen Satz gesagt:Aber wie konnte das passieren das die Maschine ausfällt?, ihr habt doch die Wartung gemacht!!! Doch was genau verstehen die verschiedenen Abteilungen eines Unternehmen unter dem Begriff Wartung?

Diese Frage läßt sich nur beantworten, wenn die Strategie der Instandhaltung und der Begriff Wartungen und Wartungsplan klar definiert sind.

  • Reaktive Instandhaltung
  • Vorbeugende Instandhaltung
  • Zustandsorientierte Instandhaltung
  • Wissenorientierte Instandhaltung

Nur leider ist eines der gravierendsten Probleme für eine Instandhaltungsstrategie das Management und deren fehlendes Wissen um eine funktionierende Organisation der Instandhaltung.

Zitat aus dem VDI Leitfaden Qualifizierung in der Instandhaltung : Die Instandhaltung spiegelt als wichtiger Bedarfsträger von Unternehmensressourcen die eigentliche Strategie des Unternehmens, die Produktionsstrategie. Die Bearbeitung von Instandhaltungsaufgaben erfordert Kompetenzen, die ermittelt und den Einheiten der Organisation und ihren Einheiten zugeordnet werden kann.

Diese Kompetenzen und Qualifikationen werden in einer Qualimatrix beschrieben und dokumentiert, die Anforderungen der Produktion und des Managements an die Instandhaltung werden in einer Funktionsbeschreibung dokumentiert. Und im Haus der Instandhaltung bildet das Personal das Fundament, die Basis auf der alles andere aufbaut und weiter geführt wird. Eine Instandhaltung steht und fällt mit der Qualifikation, dem Kenntnißstand und der Motivation der Mitarbeiter.

Die einzelnen Arbeitsplätze und Funktionen werden in einem Organisationshandbuch der Instandhaltung dokumentiert.

Das Management beeinflusst die Instandhaltung und gibt die Marschrichtung durch die Produktionsstrategie vor. Leider vergessen die Manager das allzuoft und machen dann die Instandhaltung für eine Organisation verantwortlich die sie selbst geschaffen haben.

Somit werden viele Instandhalter in eine Rolle gedrängt die mit der einer Feuerwehr oder mit Hochseilartisten ohne Sicherung zu vergleichen ist. Es werden immer nur reaktive Maßnahmen umgesetzt, dann unter Zeitdruck und Hektik welche das Management aufbaut und ausstrahlt, für nachhaltige Maßnahmen fehlt die Zeit, das Personal und letztendlich ein funktionierendes Konzept.

Dann werden schnell irgenwie KVP, Kaizen, Projekte oder TPM Versuche eingeführt, in der Hoffnung auf schnelle Heilung der Maschinen, stabile Laufzeiten und eine erstarkte Instandhaltung. Eine konsequente Umsetzung wird jedoch weder vom Management vorgelebt noch von den betroffenen Mitarbeitern allein forciert. Somit sind viele dieser Maßnahmen, welche am grünen Tisch von wenigen Managern für viele Mitarbeiter entschieden werden, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die gewollte Transformation scheitert an der schlechten Vorbereitung, der fehlenden Expertise und dem nicht einbeziehen der wichtigen Mitarbeiter, die Mitarbeiter, welche die Konsequenzen dieser einsamen Entscheidungen tragen und umsetzen müssen. Wenn die Mitarbeiter dann später ihre Einwendungen vorbringen, werden sie als Nörgler und Querulanten abgestempelt. Hätte man sie jedoch im Vorfeld mit in den Prozess und die Entscheidungen eingebunden, wären viele Projekte erfolgreicher verlaufen.

Wenn dann alles gescheitert ist und das Management keinen Rat mehr weiß, werden dann für ein Konzept schnell externe Berater angeheuert und um Rat gefragt. Und das, obwohl das Wissen um Veränderungen in den meisten Unternehmen vorhanden ist.

Wie erstellt man einen Wartungsplan?

Zuerst schaut man sich die Herstellerangaben im Maschinenordner bzw. der Bedienungsanleitung genau an.

Jeder Hersteller macht Angaben zu den verschiedenen Tätigkeiten der Wartung an seiner Maschine. Ist ihre Maschine Teil einer verketteten Anlage müssen sie die gesamten Wartungsangaben der Hersteller zusammentragen und harmonisieren. Das bedeutet sie müssen die zeitlichen Intervalle für nötige Wartungen vereinheitlichen auf einer Zeitachse.

Wenn sie alle Daten zusammengetragen haben beginnt ihre eigentliche Aufgabe, die Daten und Tätigkeiten zusammenzufassen in einen Wartungsplan.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Softwarelösungen, für die Betriebe die nicht mit SAP arbeiten. Nicht alle halten was sie versprechen, manche sind so kompliziert und unstrukturiert das es einen fast schon nervt damit zu arbeiten, es gibt durchaus gute und brauchbare Lösungen, die nicht immer sehr teuer sein müssen. So sind Wartman, Fwin, Prüfplaner, ultimo sehr gute IT Lösungen.

Und viele Instandhalter müssen, dank fehlender Software, sich ihre Wartungspläne selber per Excel oder Word selbst zusammenstellen.

 

Agilität in der Instandhaltung und im Unternehmen.

Unternehmen scheitern an ihrer gewollten aber schlecht vorbereiteten und organisierten Transformation. Sei es die Digitalisierung oder die Bekämpfung des Fachkräftemangels, oder eben die Chance Agilität in die Unternehmensorganisation zu etablieren.

Agilität ist zu einem weit verbreiteten und sehr inflationär gewordenen Begriff mutiert. Und es wird mittlerweile zu oft für das Scheitern, eben dann, wenn etwas nicht gelingt verantwortlich gemacht. Agilität ist inzwischen ein Synonym für Planlosigkeit, Chaos und Unvermögen geworden. Nach meiner Erfahrung ist das Problem allerdings nicht die Methode selbst, sondern deren halbgare Umsetzung und fehlende Unterstützung durch das Team, die Abteilungen und deren Mitglieder.

Sie müssen natürlich auch bedenken, ihre Mitarbeiter fühlen sich mitunter in den bisherigen Strukturen sehr wohl und wollen keine Veränderung in ihren Arbeitsbereichen. Sie haben sich eingerichtet und wollen das alles so bleibt wie es gerade ist.

Ein tiefes Verständnis für Agilität als Denk- und Führungssystem fehlt den meisten Unternehmen. Methodiken stehen für sich allein, werden nicht zu Ende gedacht oder sinnvoll in die Unternehmensstruktur und Organisation eingebunden. Ohne die nötige, konsequente Umsetzung und Unterstützung des Managements scheitert jedes noch so gute System.

Die meisten Unternehmen sehen ihre internen Abteilungen als gut funktionierende Teams. Allerdings sitzen dort meist nur Leute mit sehr ähnlichen Aufgaben und Fähigkeiten nebeneinander Tisch an Tisch und so wird dann auch gearbeitet.

Erfolgreiche Projekte, funktionieren aber anders, brauchen unterschiedlichste Fähigkeiten und Menschen in einem Team. Und diese unterschiedlichen Charaktere müssen effektiv geführt und unterstützt werden, es braucht einen Teamleader der die Beiträge aller in die richtigen Bahnen lenkt. Einen Leader der Agilität vorlebt, dem die Teammitglieder vertrauen und der das Projekt in den Vordergrund stellt.

Also eben nicht nur Mitglieder aus einer, sondern aus mehreren Abteilungen, denn interdisziplinäre Teams gehen die Aufgaben aus verschiedenen Blickwinkeln an und das ist ein Schlüssel zur erfolgreichen Projektumsetzung. Die Crux daran: Jede Abteilung hat ihre eigenen Interessen und Motive, ihre eigenen Abläufe und Funktionsweisen.

Um ein funktionierendes, agiles Team zusammenzustellen brauchen sie natürlich den passenden Teamleader und den richtigen Führungsstil.

Teams sind eine komplexe Struktur und dort werden mitunter die unterschiedlichsten Charaktere zusammen gebracht. Es gilt die passende Mischung aus funktioneller und persönlicher Führung zu etablieren. Die Teammitglieder müssen vertrauen und von der gegenseitigen Arbeit partizipieren, sie müssen lernen sich schnell in neuen Situationen zu Recht zu finden.

Zum Schluss möchte ich als Anhänger dieser Methode der Agilität Ihnen natürlich nicht vorenthalten, was Agilität, richtig angewendet, in Zukunft auch für Sie bedeuten kann:

Agilität heißt, in einer komplexen, sich schnell ändernden Situation früh und dauerhaft produktiv nutzbare und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Agilität ist die Kunst den Kompass schnell in die Richtung der neuen Anforderungen einzuordnen.

Agilität ist als Reaktion auf langsame, bürokratische Organisationen gewachsen, um veränderten Bedingungen zu schnell begegnen.

Um Agilität in der Unternehmung zu etablieren muss man auf Managementebene rigoros die Anwendung und Umsetzung einfordern und unterstützen.

Prekär wird die Einführung neuer Systeme ohne Management und deren uneingeschränkte Unterstützung. Sobald die Mitarbeiter merken das die obere Etagen sich eigentlich nicht für Reformen und Innovationen interessieren, wird jede Organisation Fragil und am Ende scheitern.

Agilität ist ein probates Mittel und wird in der Zukunft, in der Netzwerke und Teams zusammen agieren, ein Credo des modernen Arbeiten. Für die betriebliche Instandhaltung und Industrie 4.0 werden schon jetzt agile, heterogene Teams benötigt die schnell, flexibel und proaktiv arbeiten.

 

Scheitern als Chance – Aus Fehlern lernen

Scheitern als Chance – Aus Fehlern lernen

Vertrauensvoller Umgang und gegenseitiger Respekt sind ein wesentlicher Baustein um Fehler und Missgeschicke offen anzusprechen.Kommunizieren sie ohne die Mitarbeiter mit Schuldzuweisungen und Vorwürfen zu konfrontieren.Schaffen sie eine sachliche Ebene in der Fehler analysiert werden.Reden sie offen über eigene Fehler und Fehltritte und leben sie eine offene Kommunikation vor.Zeigen sie ihren Mitarbeitern das es normal ist mal einen Fehler zu machen,aber erklären sie ihnen auch wie wichtig es ist aus Fehlern zu lernen und nichts einfach verschweigen.
Aus Fehlern kann der Betroffene und alle anderen etwas lernen. Fehlschläge sind manchmal auch ganz heilsam.
Wer aus seinen Fehlern lernt und die gewonnen Erfahrungen nutzt hat einen Vorteil. Aufschlussreiche Erkenntnisse lassen sich eher durch Misserfolge als durch Erfolge gewinnen.

Als Manager reicht es da nicht aus die Verantwortung für seine Fehler zu übernehmen. Vielmehr müssen sie ein Kultur schaffen, in dem Fehler erkannt und abgestellt werden und in der ein Wille zur kontinuierlichen Verbesserung etabliert ist. Ein Klima von Offenheit und dem Willen Dinge zu verändern, nicht bloß Lippenbekenntnisse sondern vorgelebte Unternehmenskultur vom Chef bis zum einfachen Mitarbeiter.

„Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an etwas Neuem versucht“ „Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.“A.Einstein.
Beispiele für gescheiterte Versuche mit überraschenden Erkenntnissen:
Eine wichtige Entdeckung wurde nur gemacht, weil eine Probe im Labor mit Schimmel verunreinigt war – Penicillin war entdeckt.
Porzellan, ein Alchemist hatte großspurig vom Gold machen philosophiert, am Ende erfand er das „weiße Gold“ Porzellan.
Goodyear soll beim experimentieren mit Kautschuk und Schwefel durch Zufall ein paar Tropfen der Masse auf den Herd gefallen sein. Die klebrige flüssige Masse war vulkanisiert, also zum ersten echten Gummi.

In meiner Kultur des Scheiterns gibt es den positiven Neuanfang. Aufstehen und weiter.

Wenn sich im Leben eine Tür verschließt wird sich an anderer Stelle eine Türe öffnen. Es gilt diese zu erkennen und es mit jeder Faser des Körpers zu wollen.

Ich habe aus meinen Erfahrungen und Erlebnissen eine Lektüre zusammen gestellt die es jedem ermöglicht ein glückliches und erfüllteres Leben zu führen.

Jeder Mensch muss für sich seinen eigenen Weg der Erfüllung finden.

Es gibt Möglichkeiten selbst Einfluss zu nehmen und Herr über sein Tun und Schicksal zu sein. Die Kraft der Gedanken ist eine unendliche Macht.

Der Weg dorthin führt über intensives nachdenken, Konzentration und stetige Weiterentwicklung durch Wissen und Übung zum Erfolg.

Elon Musks Empfehlungen zur Produktivitätssteigerung bei Tesla

Elon Musks Empfehlungen zur Produktivitätssteigerung bei Tesla

1.) Großangelegte Meetings sind eine Zeitverschwendung

„Maßlos angesetzte Meetings sind die Seuche großer Unternehmen, die mit der Zeit fast immer schlechter wird. Hört auf mit großen Meetings, außer, ihr seid euch sicher, dass sie einen Mehrwert für alle Teilnehmer bieten. Sollte dies der Fall sein: Haltet die Meetings kurz.“

2.) Meetings sollten selten sein. Außer es gibt etwas Wichtiges

„Hört außerdem mit regelmäßigen Meetings auf, außer, es steht etwas extrem Wichtiges an. Die Meeting-Häufigkeit sollte jedoch rapide sinken, sobald diese wichtigen Themen erledigt sind.“

3.) Wenn du nicht unbedingt in einem Meeting sein musst, verlasse es

„Verlasse ein Meeting oder beende ein Telefongespräch, sobald offensichtlich ist, dass du keinen Mehrwert mehr beitragen kannst. Es ist nicht unhöflich, einfach zu gehen. Es ist unhöflich, jemanden zum Bleiben zu zwingen und seine Zeit zu verschwenden.“

4.) Vermeidet komplizierten Jargon

„Verwendet keine Akronyme oder blödsinnige Wörter für Gegenstände, Software oder Prozesse bei Tesla. Ganz allgemein betrachtet behindert alles, was eine Erklärung benötigt, eine effektive Kommunikation. Wir wollen nicht, dass Menschen ein ganzes Glossar auswendig können müssen, um überhaupt bei Tesla funktionieren zu können.“

5.) Lasst nicht zu, dass hierarchische Strukturen die Effizienz mindern

„Um eine Aufgabe effektiv und erfolgreich zu erledigen, sollte Kommunikation immer den kürzesten notwendigen Weg nehmen, anstatt nur entlang der Befehlskette zu funktionieren. Jeder Manager, der versucht, eine Befehlsketten-Kommunikation zu etablieren, wird bald woanders arbeiten“, so der Tesla-Chef.

6.) Wenn du mit jemandem in Verbindung treten musst, mache es direkt

„Eine große Quelle für Probleme ist schlechte Kommunikation. Der Weg, um dieses Problem zu lösen, ist, freien Informationsfluss zwischen allen Ebenen zu ermöglichen. Wenn es so ist, dass – um etwas zwischen zwei Abteilungen erledigen zu können – ein Mitarbeiter mit seinem Manager reden muss, der wiederum mit dem Abteilungsleiter spricht, der wiederum mit dem Vice President, der wiederum mit dem Abteilungsleiter der anderen Abteilung und der mit seinem Manager, der es schlussendlich erst der Person mitteilt, die die eigentliche Arbeit erledigt, dann werden superblöde Dinge passieren. Es muss okay für Mitarbeiter sein, direkt miteinander zu sprechen und Dinge so einfach zu erledigen.“

7.) Verschwende keine Zeit, indem du albernen Regeln folgst

„Ganz allgemein gilt: Höre immer auf deinen gesunden Menschenverstand. Wenn das Befolgen einer Unternehmensregel ganz offensichtlich in bestimmten Situationen lächerlich ist – in der Form etwa, dass es wunderbarer Stoff für ein Dilbert-Cartoon wäre – sollte diese Regel geändert werden.“

Ausbildung der Instandhalter – Anlagen & Produktionsmaschinen

Ausbildung der Instandhalter – Anlagen & Produktionsmaschinen

Im Betrieb kennt und schätzt man ihn sehr, der Kollege Instandhalter ist immer bereit zu helfen und weiß Rat wenn die Maschine eine Störung hat.Er weiß Bescheid über fast alle Vorgänge und ist ein wichtiger Mitarbeiter im Betrieb, Wartungen und Inspektionen oder eine große Reparatur, ohne die Instandhalter ist es nicht möglich einen Betrieb aufrecht zu erhalten.

Wenn sie im Berufsverzeichnis unter I wie Instandhalter nachschauen werden sie ihn nicht finden, auch nicht unter S wie Servicetechniker.

Dieser wichtige Mitarbeiter hat eigentlich keine fachspezifische Ausbildung. Es werden meist Industriemechaniker, Mechatroniker und Betriebselektriker zu „Instandhaltern“ im Betrieb geformt. Oder aus der Produktion werden „Werker“ in die Abteilung Instandhaltung versetzt und eben als Instandhalter weiter gebildet und intern angelernt. Mittlerweile werden bei den Industriemechanikern eine Fachrichtung „Instandhaltung“ angeboten die aber allein nicht ausreichend ist.

Das ist für diesen wichtigen Fachbereich eine nicht ausreichende Grundlage um den Herausforderungen der Instandhaltung gerecht zu werden. Bedenkt man die neuen Techniken mit Industrie 4.0 und der Digitalisierung der Produktion und der Maschinen muss es im Berufsfeld der Instandhalter eine Neuerung geben.

Es muss einen Wandel geben da die Anforderungen und Funktionen der Instandhaltung sich weiter verändern. Heute muss die Programmierung, Visualisierung, Steuerungstechnik, Roboter, Automatisierung und Sensorik zusätzlich von der Instandhaltung abgedeckt werden. Die Basics und das Tagesgeschäft bleiben jedoch noch lange Zeit erhalten. Die neue digitale Technik steht in der Produktionshalle neben der jahrzehntealten, analogen Maschine und beide produzieren sicher und effizient. Reichte es früher aus ein guter Techniker in seinem „Fachbereich“ zu sein müssen die Instandhalter von heute viele fachübergreifende Themen abdecken.Die Instandhalter müssen neben „ihrem Fachbereich“ IT Kenntnisse, EDV Kenntnisse, Steuerungstechnik verknüpfter Systeme und viele weitere Fachkenntnisse aufweisen. Die Arbeiten in interdisziplinären Teams erfordert soziale Kompetenz und Empathie. Der Instandhalter ist ein kreativer, flexibler und abstrakt handelnder Mitarbeiter dessen Fähigkeiten für den Betrieb oftmals unterschätzt wird.

Das alles erfordert neue zielgerichtete Ausbildungsfelder die das Berufsbild der Instandhaltung abdecken und das Anforderungsprofil wiederspiegeln. Die Komplexität der heutigen Instandhaltung braucht Nachwuchs der schon in der Ausbildung die nötige Qualifikationen erwirbt.

  • Vorbereitung auf die Themen Industrie 4.0 und Instandhaltung 4.0
  • Vorbereitung auf die Digitalisierung der Produktion und der Instandhaltung
  • Moderne Instandhaltungssysteme –  Instandhaltungsstrategien                                        Prediktive Maintenance – Risk based maintenance – RCM – Lean Produktion – Preventive Instandhaltung – Condition based Maintenance – FMEA – FTA –

Die Ausbildung der Instandhalter und Servicetechniker kann schon während der Ausbildung auf die neuen Themen eingehen. „Lehre bring Ehre“ und sichert uns die nötigen Fachmänner und Frauen für die Zukunft in der Industrie.

Instandhaltung bedeutet sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Keine Tage sind gleich und es stehen immer wieder sehr interessante Aufgaben an. Natürlich haben auch Instandhalter Routinen, die bei der Wartung und Inspektion sehr wichtig sind, doch die Abwechslung überwiegt. Die Instandhaltung macht z.B., anteilig an der Gesamtmitarbeiterzahl, die meisten Verbesserungsvorschläge für die technischen Anlagen. Sie optimieren, analysieren, werten Daten und Berichte aus und prognostizieren die Nutzungsdauer von Bauteilen und Maschinen. Es wird Zeit diesem Berufsfeld die nötige Grundlage zu verschaffen.

Aufgabenstellung Instandhaltungsleitung einer betrieblichen Instandhaltung produzierendes Unternehmen. Und diese Aufgaben müssen von den erfahrenen Kollegen teilweise in Vertretung oder als Schichtführer ebenfalls mit erledigt werden.

  • Festlegen der Instandhaltungsstrategie mit dem Management – Kurzfristig, Reaktion bei Störungen und Produktionsausfällen. Mittelfristig, vorbeugende Instandhaltung und Wartung. Langfristig, Revisionen, Retrofit, Projekte und Jahresplan I&R.
  • Planung der Instandhaltungskosten und Investitionen zusammen mit dem Management und Controlling auf Grundlage der I&R Strategie und des Jahresplans.
  • Planung der vorbeugenden Instandhaltungsmaßnahmen auf Basis der Jahresplanung, Budget und der I&R Strategie.
  • Planung der eigenen Kapazitäten, Ressourcen und Fremddienstleister für Projekte und I&R Maßnahmen. Ausfallrisiko der Anlagen und die Reaktionszeit der Instandhaltung berücksichtigen.
  • Planungen und Maßnahmen mit der AV und allen angeschlossenen Abteilungen abstimmen unter Berücksichtigung der Produktionszeiten und der Kosten. Interdisziplinäre Kommunikation über das Instandhaltungsgeschehen.
  • Ersatzteilmanagement und Lieferantenmanagement zusammen mit dem Einkauf planen und abstimmen.
  • Terminplanung für Instandhaltungsmaßnahmen erstellen. Terminverfolgung und Kontrolle des Arbeitsfortschritts von I&R Maßnahmen.
  • Aufträge vergeben, Kosten kontrollieren und Abrechnungen prüfen.
  • Dokumentieren der Instandhaltungsaktivitäten – Wissensdatenbank schaffen.
  • Auswertungen der Dokumentationen zur Schwachstellenanalyse.
  • Erstellen von Arbeitsanweisungen und Plänen auf Basis der Dokumentationen und Auswertungen. Investitionspläne, Eskalationspläne bei Störung und Produktionsausfall-Notfallpläne-Checklisten-Wartungspläne-Inspektionspläne Arbeitsanweisungen-Fehlerkataloge-Entstöranweisungen-Ersatzteilauswahl-Lasten und Pflichtenheft-Konformitätserklärungen-Statistiken etc.
  • Standardisierung von Maschinen und Ersatzteilen voran treiben.
  • Umweltschutzmaßnahen und Arbeitssicherheit, Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen
  • Entstörungen – Wartungen – Inspektionen – Inbetriebnahmen – Revisionen – Retrofit

Und es sind sicher noch einige Aufgaben die ich hier nicht erwähnt habe, die allerdings ebenso wichtig sind wie all die anderen. Sie müssen die neueste innovative Technik ins Unternehmen einbringen und sind immer auf der Suche nach der modernsten Technik und Methoden zur Anlagenverbesserung.

Prediktive Maintenance

Anforderung-Arbeitsplan-Instandhaltungsleistungen

Motivation und Begeisterung am Arbeitsplatz.

„Nicht Finanzen. Nicht die Strategie. Nicht die Technik. Es bleibt die Teamarbeit von Menschen, die den größten Wettbewerbsvorsprung verschafft, sowohl aufgrund ihrer Schlagkraft als auch aufgrund ihrer Seltenheit.“ Mit diesen Worten eröffnet der amerikanische Management-Berater und Bestseller-Autor Patrick Lencioni sein bekanntestes Werk.

Eine positive Grundeinstellung zum Leben und Freundlichkeit gegenüber Mensch und Tier, Baum und Blume, Wasser und Fels sind uns so selbstverständlich wie essen und atmen.

Motivation entsteht durch Begeisterung und hilft uns durch den spannenden Alltag.

Eine Betätigung des Menschen nach seinen Fähigkeiten fördert seine positive Beachtung und das führt zur Bestätigung des Selbstwertgefühls.

Ein positiver Kreislauf beginnt.

Seien sie ein Vorbild für ihre Umwelt, ein Leuchtturm des positiven Denkens. Der Mensch wird zu über 75% von seiner Umwelt beeinflusst, somit ist der Mensch ein Produkt seiner Umwelt und durch dessen Einfluss geprägt.

Das bedeutet zugleich das sie ihre Umwelt, ihre Mitmenschen beeinflussen können.

Eine Persönlichkeit erkennt man an seiner Handlung und der Tat, nicht an schönen Worten allein. Es zählt das was man selber macht, nicht was man anderen empfiehlt.

Sie strahlen das Glück und den Erfolg förmlich aus, sie stecken andere an und nehmen sie mit.

Eine Flamme die hell brennt kann andere Feuer entfachen, der kleinste Gedankenfunke hat die Macht ein loderndes Feuer zu entzünden.

Wenn wir uns begeistern und uns an unserem Tun erfreuen schaffen wir es uns selbst zu motivieren.

Jeden Tag erledigen sie ihre Aufgaben besser als es gefordert wird. Nicht als ergebener Sklave ihrer Arbeit, sondern als motivierter, erfolgreicher Mensch und begeisterndes Vorbild.

Ein Mastermind ist motiviert, er ist begeistert und steckt seine Umgebung mit seiner Ausstrahlung an.

Unsere Einstellung wird durch intensives, positives Denken und durch die Autosuggestion bis in das Unterbewusstsein transportiert.

Ein Leader muss seine Gruppe führen,kommunizieren und motivieren.Teambuilding,den Geist der Truppe wecken und jeden erreichen um gemeinsam die Ziele des Teams zu verwirklichen !!!

Ein guter Manager setzt die richtigen Mitarbeiter ein und hält diesen „den Rücken“ frei,damit die Mitarbeiter sich auf ihre Aufgaben konzentrieren können. Motivation ist die Grundlage jeglicher Leistung.Und Motivation kommt in der Regel von „oben“,vom Trainer für sein Team,vom Vater für das Kind um die richtigen Dinge zu erlernen ,vom Lehrer um seine Schüler besser zu machen und nicht zuletzt vom Vorgesetzten gegenüber seinen Mitarbeitern um immer wieder Höchstleistungen für das Unternehmen zu erzielen.
Wer genau weiß,wohin er will,der kann seine ganze Kraft und Konzenztation auf dieses Ziel ausrichten. Klare offene Kommunikation, ehrliche und transparente Darstellung, Respekt und gegenseitiges Vertrauen sind ein Eckpfeiler im Teambuilding.
Motivation beinhaltet also auch das Thema Führung und das Thema Kommunikation.
-Führen bedeudet sein Team zu führen und sicher ans Ziel zu bringen
-Die Fähigkeiten des Teams und die Selbstständigkeit eines jeden Einzelnen fördern und fordern.
-Das Team zu einer Einheit formen und gemeinsam eine Vision wecken.
-Erfolge sichtbar machen um weitere Begeisterung zu wecken
-Kommunikation im Team fördern und „Brennpunkte“ formulieren die das Team gemeinsam löst
-Offener Umgang und offene Kommunikation mit allen Themen                                            -Stärken stärken und Schwächen schwächen, gemeinsam im Team
-Kurze Wege,schnelle Reaktionen,direkte Ansprache

Höchstleistungen im Team kann nur entstehen wenn man sich gegeseitig respektiert und sich die nötige Aufmerksamkeit schenkt.Es gilt das jeder seine Stärken einbringt die dem Team helfen seine Aufgaben erfolgreich zu gestalten.Ein vertauenvolles Verhältniß und eine offene Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter ist die Grundlage dafür,dass die Mitarbeiter auch kritische Einwände formulieren und ihr Unverständniß über getroffene Maßnahmen äußern dürfen,ohne Angst vor irgendwelchen negativen Folgen haben zu müssen.Konstruktive Kritik kann für Motivation sorgen.

Es gilt den Prozess von motivierten und kreativen Mitarbeitern immer in Schwung zu halten.Für das Unternehmen sind motivierte Mitarbeiter wie ein Lottogewinn und in Zahlen kaum zu erfassen. Loyale und motivierte Mitarbeiter leisten erheblich mehr und fördern nicht nur den Teamgeist.

Und als Fussballtrainer ziehe auch ich gerne den Vergleich zum Teamsport.Als Trainer habe ich viele verschiedene Situationen zu bewerkstelligen um mein Team zu unterstützen. Alleine der „Spieltag“ birgt viele Herausforderungen und sorgt am Ende des Tages für klare Ergebnisse.

Vor dem Spiel wird sich getroffen und gemeinsam werden die Aufgaben des Teams besprochen.Der Trainer muss sein Team für dieses Spiel einstimmen und focusieren.Es wird die Taktik besprochen und Ziele definiert.Jeder einzelne focusiert sich auf seine Aufgaben im Team. Denn es gewinnen nicht die „besten Einzelkönner“ sondern die bessere Mannschaft.

In der Halbzeitpause müssen Entscheidungen getroffen werden,Spieler in kurzen Einzelgesprächen auf Möglichkeiten hinweisen,andere müssen vieleicht etwas aufgebaut werden und brauchen emotionale Unterstützung. Die kurze Zeit einer Halbzeitpause muss vom Trainer genutzt werden, mit kleinen Umstellungen der Taktik kann viel erreicht werden. Klare Ansprache ,offene sachliche Kritik und Hinweise zu Spielverlauf werden in wenigen Minuten kompackt serviert. Eine motivierte Mannschaft kann in wenigen Minuten den Spielverlauf auf den Kopf stellen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, es gilt die gemachten Erfahrungen zu verarbeiten und sich auf neue Aufgaben vorbereiten.Als Trainer gilt es die den Spielern aus den Erfahrungen weiteres Verbesserungspotential aufzuzeigen und das Team weiter zu entwickeln. Eine Woche Training und schon gilt es erneut als Mannschaft geschlossen um den Sieg zu kämpfen.

Wie im richtigen Leben geht es nach einen Projekt mit dem nächsten weiter.Als Vorgesetzter ist man immer auch Vorreiter und vorbildliches Verhalten ist Pflicht. Wer Wasser predigt und ständig Wein säuft ,der kann ein Team nicht erreichen.

„Es gibt zwei Arten, Hirte zu sein: Der eine läuft hinter der Herde her, treibt sie, wirft mit Steinen, brüllt und drückt. Der gute Hirte macht das ganz anders: Er läuft vornweg, singt, ist fröhlich, und die Schafe folgen ihm.“

„Ein Heer von Schafen, das von einem Löwen geführt wird, schlägt ein Heer von Löwen, das von einem Schaf geführt wird.“

„Führen heißt vor allem, Leben in den Menschen wecken, Leben aus ihnen hervorlocken.“

Anselm Grün
(Benediktinermönch und Autor)