Der Energiespeicher von mechanischen Pressen ist meist der gute,alte Schwungradantrieb.

Das maximale Arbeitsvermögen einer mechanischen Presse wird durch die Schwungmomentgröße (Gewicht und Drehzahl) und durch die Triebwerksleistung (Motoren) bestimmt.

Reibungsarbeit der Führungen,Beschleunigungsarbeit und die Trägheit der Massen beeinflussen das Arbeitsvermögen und müssen bei Berechnungen berücksichtigt werden.

Das Arbeitsvermögen von Pressen unterscheidet sich natürlich auch zwischen Dauerhub und Einzelhubfertigung. Im Dauerhubbetrieb kann sich die Leistungsabgabe sprich das Arbeitsvermögen der Presse um bis zu 25% reduzieren.Der Drehzahlabfall des Schwungrad im Dauerlauf und somit die zur Verfügung stehende Energie sind geringer als im Einzelhub.Im Einzelhub kann der Elektromotor einen Drehzahlabfall, durch die Arbeitspausen zwischen den Arbeitsentnahmevorgängen, ausgleichen.Die zur Verfügung stehende Aufladezeit des Schwungmoment durch den Motor beeinflusst die Leistungsabgabe also maßgeblich.

Mechanische Pressen werden zur spanlosen Formgebung mittels einer geradlinigen Werkzeugbewegung eingesetzt. Die Formgebung findet zwischen dem meist festen Pressengestell und dem beweglichen Pressenstössel statt. Die bei dem Umformprozess entstehenden Verformungskräfte wirken auf das Werkstück, das Werkzeug und die Presse und erfordern dementsprechend hohe Gegenkräfte der Presse und des Pressengestells sowie passende Antriebskräfte für das Triebwerk.

Das meist verwendete Antriebssystem für mechanische Pressen ist der Kurbeltrieb, verwendet bei Exzenterpressen, Kurbel und Schleppkurbelpressen und teilweise als Grundlage der Kniehebelpressen und Keilpressen. Der Kurbeltrieb wir in verschiedenen Bauformen und Varianten angewendet.

Das Arbeitsvermögen einer Presse wird durch den Antrieb und die Schwungmomentgröße bestimmt. Für den störungsfreien Betrieb einer mechanischen Presse sollte das Arbeitsvermögen nicht überschritten werden. Bei zu leichten Pressen wird das Pressengestell stark beansprucht und die Steifigkeit fehlt. Zu groß ausgelegte Maschinen sind im Betrieb unwirtschaftlich.

Der Arbeitsweg einer Presse ist der Teil des Hubs bei dem der Umformprozess stattfindet und die Presskraft aufgewendet wird.

Der Hub einer Presse ist der gesamte Weg des Stößels vom oberen Umkehrpunkt bis zum unteren Umkehrpunkt.

Technische Daten und Beschreibungen.

Stößel Gewichtsausgleichsysteme werden eingesetzt um die gesamte Masse des Stößels samt Werkzeug während der Abwärtsbewegung in ihrer Beschleunigung abzubremsen und umgekehrt den Stößel in der Aufwärtsbewegung zu beschleunigen. Stößel Gewichtsausgleichszylinder müssen so dimensioniert sein das sie das Gewicht des Stößels, des Werkzeugoberteils, der Druckstangen, der Exzenterwelle und der Zahnräder ausgleichen. So werden die Lagerspiele während des Auftreffens der bewegten Massen beim Umformprozess unwirksam und es entsteht eine durchgehende Kraftlinie.

Stößel Höhenverstellungen werden für eine genaue Werkzeugjustierung benötigt. So können unterschiedliche Werkzeughöhen realisiert werden und es kann eine Druckeinstellung vorgenommen werden. Die einfachste Variante ist die Schubstangenverstellung mittels Ratsche oder Schlüssel.

Größere Pressen mit Mehrpunktantrieben werden über das Verdrehen eines Gewindekugeltopfs im Stößel umgesetzt. Durch Mitnehmer wird die Kugelschraube in der Schubstange verstellt. Der Antrieb erfolgt über einen Schneckenantrieb der über einen Motor angetrieben wird. Keilverstellungen sind für besonders große Pressen von Vorteil. Die großen Flächen erlauben es sehr hohe Presskräfte stabil zu realisieren. Verstellt wird der Keil über einen Schneckenantrieb und Verstellspindel.

Checkliste Exzenterpresse

Checkliste Hydraulikpresse

Ersatzteilauswahl-_InstandProzessbeschreibung (2)

 

WP_20141029_08_36_31_Pro