Die Instandhaltungsorganisation steht vor dynamischen Herausforderungen: Von der Digitalisierung bis hin zur Fachkräftesicherung muss sie die Maschinennutzungszeiten maximieren und Kosten transparent kontrollieren.

Zukunftsthemen der Organisation

  • Maschinennutzung sichern: Primärer Faktor für Produktionsstabilität und Vermögensschutz durch interne Instandhaltung.

  • Kostentransparenz: Instandhaltung und Ersatzteile als rentable Investition darstellen und kontrollieren.

  • Präventive Wende: Shift von korrektiv zu präventiv/prädiktiv mit Condition Monitoring und Industrie 4.0.

  • Digitalisierung umsetzen: Sensorik, Hardware-Infrastruktur und Prozesse anbinden.

  • Wissenssicherung: Datenbank für Erfahrungswissen aufbauen, um Wissensverluste zu vermeiden.

  • Fachkräftemangel bekämpfen: Ausbildung und Generationswechsel managen.

  • Kooperation optimieren: Interne Teams mit externen Serviceanbietern verknüpfen.

Kernaufgaben der Leitung

  • Strategieentwicklung: Kurzfristig Störungsreaktion, mittelfristig Wartung, langfristig Revisionen/Retrofits/Jahrespläne.

  • Budgetplanung: Kosten und Investitionen mit Management/Controlling abstimmen.

  • Präventivplanung: Maßnahmen aus Jahresplan, Budget und Strategie ableiten.

  • Ressourcenallokation: Eigene Kapazitäten plus Fremdleistungen unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken und Reaktionszeiten.

  • Abstimmung: Mit AV/Produktion synchronisieren, interdisziplinär kommunizieren.

  • Ersatzteil-/Lieferantensteuerung: Mit Einkauf planen und standardisieren.

  • Kontrollprozesse: Termine überwachen, Aufträge vergeben, Kosten prüfen.

Dokumentation und Analyse

  • Lückenlose Erfassung: Basis für Wissensdatenbank und Schwachstellenanalysen.

  • Auswertungen: Identifikation störungsintensiver Bauteile/Bauteilegruppen.

  • Dokumentenerstellung: Anweisungen, Pläne (Wartung/Inspektion/Eskalation), Checklisten, Fehlerkataloge, Lasten-/Pflichtenhefte, Statistiken.

  • Standardisierung: Maschinen/Ersatzteile vereinheitlichen, Lager reduzieren, Fehlersuche erleichtern.

  • Technologieintegration: 3D-Druck für Teile, Condition Monitoring für Frühwarnung.

Rechtliche und Sicherheitsaspekte

  • Vorgaben einhalten: Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Audits, Risiko-/Gefährdungsbeurteilungen.

  • Prüfungen organisieren: TRBS, ArbSchG, BGV A3 und weitere Vorschriften.

Zielkennzahlen und Erfolgsfaktoren

Ziel Maßnahme Effekt
Korrekte Maßnahmen < präventive Condition Monitoring, Analysen Höhere Zuverlässigkeit
Ausfälle minimieren Ursachenbeseitigung, Verbesserungspläne Stabilität steigern
Ersatzteiloptimierung Zentrale/dezentrale Lager, Lieferantenhefte Verfügbarkeit sichern, Kosten senken

Die Organisation treibt Innovationen voran, identifiziert Potenziale und integriert neueste Methoden für nachhaltige Anlagenverbesserung.

Der Instandhaltungsleiter hat heute und in der Zukunft riesige Themenfelder zu bewältigen. Veränderungen finden in einem rasanten Tempo statt und es gilt immer neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Die vielen Prognosen der sogenannten Experten lagen durchweg daneben. So ist die interne Instandhaltung noch immer der wichtigste Faktor zur Sicherstellung einer Produktion und zur Sicherung der Maschinennutzungszeiten.

Für die Zukunft gilt es diese 7 wichtigsten Themen zu lösen:

  1. Die Sicherung der Maschinennutzung zu gewährleisten und das Anlagevermögen des Unternehmens zu sichern.
  2. Instandhaltungskosten müssen transparent dargestellt werden um die Kosten unter Kontrolle zu behalten. Instandhaltung und Ersatzteilmanagement kosten nun einmal Geld, das beim richtigen Einsatz sehr rentabel angelegt ist.
  3. Etablieren von vorbeugender Instandhaltung und condition Monitoring im Zuge von Industrie 4.0. Verschiebung von korrektiver Instandhaltung hin zur präventiver Instandhaltung.
  4. Digitalisierung der Produktion, der Maschinen und der Instandhaltung umsetzen. Infrastrukturen, Sensorik und andere Hardware müssen eingebaut und angeschlossen werden.
  5. Fundamentierung von Wissen im Unternehmen. Eine Wissensdatenbank schaffen um die Erfahrung der älteren Kollegen zu sichern. Wissen und Informationen sind von großer Bedeutung für eine Technikabteilung.
  6. Generationswechsel und Fachkräftemangel in der Instandhaltung durch Ausbildung entgegenwirken.
  7. Die Zusammenarbeit der internen Technikabteilungen und der externen Serviceanbieter geschickt zu kombinieren.

Aufgabenstellung einer Instandhaltungsleitung z.B.

  • Festlegen der Instandhaltungsstrategie mit dem Management – Kurzfristig, Reaktion bei Störungen und Produktionsausfällen. Mittelfristig, vorbeugende Instandhaltung und Wartung. Langfristig, Revisionen, Retrofit, Projekte und Jahresplan I&R.
  • Planung der Instandhaltungskosten und Investitionen zusammen mit dem Management und Controlling auf Grundlage der I&R Strategie und des Jahresplans.
  • Planung der vorbeugenden Instandhaltungsmaßnahmen auf Basis der Jahresplanung, Budget und der I&R Strategie.
  • Planung der eigenen Kapazitäten, Ressourcen und Fremddienstleister für Projekte und I&R Maßnahmen. Ausfallrisiko der Anlagen und die Reaktionszeit der Instandhaltung berücksichtigen.
  • Planungen und Maßnahmen mit der AV und allen angeschlossenen Abteilungen abstimmen unter Berücksichtigung der Produktionszeiten und der Kosten. Interdisziplinäre Kommunikation über das Instandhaltungsgeschehen.
  • Ersatzteilmanagement und Lieferantenmanagement zusammen mit dem Einkauf planen und abstimmen.
  • Terminplanung für Instandhaltungsmaßnahmen erstellen. Terminverfolgung und Kontrolle des Arbeitsfortschritts von I&R Maßnahmen.
  • Aufträge vergeben, Kosten kontrollieren und Abrechnungen prüfen.
  • Dokumentieren der Instandhaltungsaktivitäten – Wissensdatenbank schaffen.
  • Auswertungen der Dokumentationen zur Schwachstellenanalyse.
  • Erstellen von Arbeitsanweisungen und Plänen auf Basis der Dokumentationen und Auswertungen. Investitionspläne, Eskalationspläne bei Störung und Produktionsausfall-Notfallpläne-Checklisten-Wartungspläne-Inspektionspläne Arbeitsanweisungen-Fehlerkataloge-Entstöranweisungen-Ersatzteilauswahl-Lasten und Pflichtenheft-Konformitätserklärungen-Statistiken etc.
  • Standardisierung von Maschinen und Ersatzteilen voran treiben.
  • Neue Technik integrieren wie den 3D Druck für Ersatzteile etc.
  • Umweltschutzmaßnahen und Arbeitssicherheit, Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen
  • Audit, Umwelt; und Energiemanagement, Risiko und Gefährdungsbeurteilungen
  • Regelmäßige Prüfungen gmäß TRBS, ArbSchGes, BGV A3, BG Vorschriften etc.

Und es sind sicher noch einige Aufgaben die ich hier nicht erwähnt habe, die allerdings ebenso wichtig sind wie all die anderen. Sie müssen die neueste innovative Technik ins Unternehmen einbringen und sind immer auf der Suche nach der modernsten Technik und Methoden zur Anlagenverbesserung.

Mithilfe der Auswertungen der Instandhaltungsdokumentationen sind sie in der Lage Schwachstellen zu identifizieren und diese dauerhaft zu beseitigen. Die Instandhaltung beseitigt die Ursachen für Maschinenausfälle und ermittelt störungs- und kostenintensive Bauteile und Baudruppen. Es werden technische und organisatorische Verbesserungspotenziale aufgezeigt und Umsetzungspläne erarbeitet. Mithilfe von condition Monitoringsystemen werden Verschleiß und Anlagenausfälle frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das Ziel muss es sein, das die Anzahl der korrektiven Instandhaltungsmaßnahmen unter denen der präventiven Instandhaltung liegen. Die Anlagenzuverlässigkeit soll gesteigert und stabilisiert werden.

Die Instandhaltung etabliert ein funktionierendes Ersatzteilmanagement mit zentraler und dezentraler Lagerhaltung. Lieferantenmanagement in Absprache mit dem technischen Einkauf . Standardisierung von Maschinen und Bauteilen schafft Platz im Lager und erleichtert der Instandhaltung die Fehelersuche und Entstörung. Mithilfe von Leisten und Pflichtenheften werden den Lieferanten und Servicepartner die Forderungen klar mitgeteilt.

Risikoanalyse Ersatz- und Verschleißteillisten

Kennzahlen

Wartung Werkzeugmaschinen