Instandhaltung ist ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette.

Sowohl die Stimmung der industriellen Dienstleister als auch der innerbetrieblichen Instandhaltungsabteilungen verschlechtern sich im Vergleich zum Vorquartal.Die Stimmung der innerbetrieblichen Instandhaltungsabteilunen liegt aber weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres.Die Befragung zum Sonderthema „Retrofitting im Kontext von Industrie 4.0“ zeigt, dass beide Gruppen großes Nutzenpotenzial bzgl. Retrofitting sehen.Allerdings sind die Budgetierung und Investitionsumfang für beide Gruppen ein großes Hemmnis für die Implementierung, besonders für innerbetriebliche
Instandhaltungsabteilungen. Der Indexwert der innerbetrieblichen Instandhaltung verschlechtert sich ebenfalls erneut leicht im Vergleich zum Vorquartal.Dies ist vor allem auf die schlechtere erwartete zukünftige Budgetierung und die aktuelle Wertschätzung der Abteilungen zurückzuführen.
„Auszug aus dem Branchenindikator-Instandhaltung 3-2017“
Eine Studie der deutschen Akademie der Technikwissenschaften zeigt deutlich das aus 1€ der in die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen investiert wird eine Summe von 3-5€ erwirtschaftet/eingespart wird, durch weniger negative Folgekosten von Maschinenausfällen.Und das Anlagekapital im Maschinenpark soll möglichst effizient arbeiten und einen hohen ROI erzielen. So haben die deutschen Instandhaltungen eine Maschinen und Anlagenverfügbarkeit in Höhe von 1000 Milliarden Euro erwirtschaftet und einen großen Anteil am Erfolg von Produkten-Made in Germany!
Die jetzt gezeigte Zurückhaltung bei nötigen Investitionen und der Mangel an Fachkräften ist ein Dauerthema in den betrieblichen Instandhaltungsabteilungen.  Zur Zeit ist die Ausbildung neuer Fachkräfte auf dem Niveau von 1970. Der demagogische Wandel stellt sich nun unaufhaltsam in den Betrieben ein und zeigt deutliche Defizite auf. Die „erfahrenen“ Mitarbeiter sind nicht 1 zu 1 zu ersetzen und reißen mitunter fatale Wissenslücken. Vielerorts ist es versäumt worden eine Wissensdatenbank aufzubauen und Erfahrungen weiter zu geben.
Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter und Übertragung von Insiderwissen benötigt Zeit.
Und heute werden von den Mitarbeitern in der Praxis viele Tätigkeiten aus unterschiedlichen Fachbereichen gefordert.
Die Instandhaltung ist ein Paradebeispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit und fachübergreifende Organisation des Arbeitsalltag.
In der Abteilung Instandhaltung findet sich heutzutage ein breites Spectrum an Fähigkeiten wieder. Der Schrauber neben dem Strippenzieher und der Schweißer neben dem Programmierer.Es gibt Handlungsbedarf in Sachen Weiterbildung und Instandhaltungsorganisation. Industrie 4.0 mit neuer Sensorik, Netzwerken und Microelektronik fordert von den Instandhaltern immer mehr Programmierkenntnisse und die Fähigkeit sich in ganze Systeme „hinein versetzen“ zu können.Produktionsabläufe lassen sich automatisieren, in der Instandhaltung sind sie weiterhin bei der Reaktion auf Störungen, auf die Einsatzbereitschaft, Kreativität und Profesionalität der Mitarbeiter angewiesen. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind für die Instandhaltung und die Produktion von höchster Wichtigkeit. Heute gehören Handheldgeräte, Tablets, Laptops und Störmeldungen aufs Handy zum Alltag in der Instandhaltung.So schließt sich der Kreis der Digitalisierung bei den Mitarbeitern,den Menschen die Systeme zum „Leben“ erwecken und am „Leben“ halten.
Vom Schraubenschlüssel bis zum Laptop wird hier alles abgedeckt und in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen wird alles geplant.
Der Spagat zwischen den Basics einer Instandhaltung und den neuen Anforderungen durch Technik und Systeme muss sich auch in der Ausbildung wiederfinden.
Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen, sondern in der Ausbildung und an den Aufgaben die ihnen gestellt werden.
In diesem Sinne müssen wir die Ausbildung der Instandhalter an die tatsächlichen Anforderungen anpassen.
Fundamentieren sie das Wissen ihrer „alten Hasen“ in einer Wissensdatenbank und sorgen sie für eine geordnete Übergabe.
Mentoringprogramme, bei denen erfahrene Mitarbeiter einen jungen Kollegen über Jahre unterstützen und ihr Wissen teilen,sind eine einfache und effektive Methode zur Wissenweitergabe.