Die Abkürzung SCADA, Supervisory Control and Data Acquisition ist ein Computersystem
für das Sammeln und Analysieren von Echtzeitdaten. Scada-Systeme sind Netzleitsysteme
für die Überwachung, Steuerung und Optimierung von Versorgungseinrichtungen für
kritische Infrastrukturen sowie Industrieanlagen.
Scada-Systeme werden in der Wasseraufbereitung oder in energieerzeugenden und
verteilenden Anlagen eingesetzt, in Telekommunikationseinrichtungen oder in
Chemieanlagen, in Anlagen für die Stahlerzeugung oder die Pharma-Produktion. ScadaSysteme übernehmen dabei nicht die Steuerung der Systeme, sondern die Überwachung
aller Funktionen. Es werden Informationen gesammelt und ausgewertet wie beispielsweise
eine Pipeline oder Wasserleitung, ein Brücke oder Fabrikanlagen, übertragen diese
Informationen zum Leitstand, informieren die entsprechende Bereiche über anstehende
Fehlersituationen und bestimmen wie kritisch der Fehlerfall für die Sicherheit sowie den
Betrieb ist. Im Leitstand werden die eingehenden Informationen visuell dargestellt und
entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
Scada-Systeme können eine einfache Architektur aufweisen, wenn sie beispielsweise nur
einfache Bedingungen überwachen sollen, sie können aber auch komplex aufgebaut sein,
wenn sie eine komplette Infrastruktur wie z. B. die Wasseraufbereitung einer Großstadt
überwachen.
Der Leitstand der „Golden Gate Brigde“ wurde über viele Jahre von Lisa Locati geführt. After
40 years of working at the Golden Gate Bridge, Captain Lisa Locati is retiring on Decemeber
29th. Lisa has been an integral member of Bridge security coalition and will be difficult to
replace. Lisa was the driver for the new Scada technology with which we now control the
bridge and all sensors and communicate with the responsible employees.
Der Ingenieur Joseph Baermann Strauss konstruierte die Golden Gate Bridge und ahnte
damals wohl nicht zu was für einem Hightecprojekt die Brücke mittlerweile geworden ist.
Praktisch können wir mit der SCADA- Fernwartung Aussagen über den Zustand von
einzelnen, überwachten Baugruppen machen. Temperaturunterschiede geben Hinweise,
Drücke und Volumenstrom lassen sich kontrollieren, Veränderungen durch Schwingungen
an Lagern und Motoren können detektiert werden, Parameter und Sollwerte können aus der
Ferne geändert werden, Netzwerke und Programme lassen sich korrigieren und man kann
eingreifen.
Die Betreiber von Maschinen/Anlagen sollten die Bedingungen welche Daten erfasst werden
und worauf sie zu untersuchen sind genau festhalten und in einem Leistungsverzeichnis
beschreiben. Prozesskritische und produktspezifische Daten dürfen natürlich nicht in die
falschen Hände gelangen oder von nicht autorisierten Personen verändert werden. Es gilt
auch die rechtlichen Aspekte und z.B. die Verschlüsselung der Daten und/oder Haftung bei
Datenverlust etc. zu bedenken und in die Überlegungen einzubeziehen.