Sind sie in der reaktiven Instandhaltung gefangen?

Ihre betriebliche Instandhaltung Arbeit rein reaktiv und verfolgt keinerlei Strategie wenn:

  • Benötigte Ersatzteile sind nicht im Lager und keiner weiß Bescheid
  • Sie jeden Morgen bei der Produktionsbesprechung nach der letzten Schicht und den letzten ungeplanten Maschinenausfällen befragt werden
  • Sich die Nutzungszeit der Maschinen verringert und die Ausfallzeit erhöht
  • Die Mitarbeiter die Wartungen ausführen sind schlecht ausgebildet und die Wartungen sind schlecht vorbereitet, hohe Fluktuation in der Instandhaltungsabteilung
  • Die Instandhaltung Störungen beseitigt aber keine Störungen dauerhaft vermeidet
  • Die tägliche, wöchentliche, monatliche und alle anderen Wartungen und Inspektionen nicht regelmäßig durchgeführt werden
  • Die Produktion ihre Probleme zu Problemen der Instandhaltung macht
  • Die Kosten für Instandhaltung steigen und es keinen Instandhaltungsplan gibt
  • Die Überstunden der Instandhaltungsmitarbeiter weit über dem Durchschnitt der anderen Mitarbeiter im Unternehmen liegen
  • Das Unternehmen keine Wissensdatenbank für ihre Maschinen und Anlagen pflegt und die Instandhaltung ihr Wissen nicht fundamentieren kann weil es keine Basis dafür gibt
  • Der Einkauf die Bestellungen der Instandhaltung nicht sinngemäß ausführt und „billige“ Ersatzteile einkauft
  • Der Anteil an ungeplanten Instandhaltungsmaßnahmen mehr als 30% der Arbeit der Instandhaltung ausmachen
  • Keine klaren Vorgaben und KPI’s seitens des Managements an die Instandhaltung fehlende Instandhaltungsstrategie und Organisation

Für die Planungen und die Instandhaltungsstrategie ist das Management verantwortlich und gibt die Richtung und die Ressourcen vor. Das Management legt die Basis und stellt die Infrastruktur zur Verfügung. Zusammen mit der Instandhaltung wird eine kurzfristige Strategie, eine mittelfristige Strategie und natürlich eine langfristige Strategie festgelegt. Diese Organisation befähigt die Instandhaltung planvoll vorzugehen und den Nutzungsgrad von Maschinen und Anlagen zu stabilisieren und zu steigern. Teil der Instandhaltung ist ein effizientes Ersatzteilmanagement sowie ein Schulungsplan für die Mitarbeiter.

Laut DIN wird die Instandhaltung in 4 Teilbereiche gegliedert. Nutzen sie die DIN als Einstieg in die vorbeugende Instandhaltung.

Eine Wartung dient der Verzögerung des vorhandenen Abnutzungsvorrats, gemeint ist die Minimierung des tatsächlichen Verschleißes von Bauteilen und Baugruppen.

Eine Inspektion dient der Feststellung und Beurteilung des Istzustandes einer Betrachtungseinheit einschließlich der Bestimmung der Ursachen der Abnutzung und dem Ableiten der notwendigen Konsequenzen für eine künftige Nutzung.

Eine Instandsetzung beinhaltet alle Maßnahmen zur Rückführung einer Betrachtungseinheit in den funktionsfähigen Zustand, mit Ausnahme von Verbesserungen.

Eine Verbesserung ist eine Kombination aller technischen und administrativen Maßnahmen sowie Maßnahmen des Managements zur Steigerung der Funktionssicherheit einer Betrachtungseinheit, ohne die von ihr geforderte Funktion zu ändern

Die Funtionsfähigkeit: Fähigkeit einer Betrachtungseinheit zur Funktionserfüllung aufgrund ihres Zustands.

Der Ausfall: Beendigung der Fähigkeit einer Betrachtungseinheit, eine geforderte Funktion zu erfüllen.

Die Schwachstellenanalyse: Das Aufdecken einer erhöhten Abnutzung einer Betrachtungseinheit welche zu einem zu frühen Ausfall führen kann. Wobei die Schwachstelle erst dann zu einer Schwachstelle wird, wenn das Beheben der Schwachstelle technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist.

Das klingt erstmal trocken und nach Beamtendeutsch. Deshalb ist es erforderlich sich etwas tiefer mit den Möglichkeiten moderner Instandhaltung auseinanderzusetzen.

Die betriebliche Instandhaltung muss die verschiedensten Aufgaben wahrnehmen und viel Fachbereiche abdecken. Mit der neuen Technik und Industrie 4.0 wird sich das Bearbeitungsfeld der Instandhalter weiter vergrößern. Die Basics bleiben jedoch immer noch als Standard erhalten. Eine Schraube wird immer angezogen oder gelöst, Mechanik hat immer mit Bewegung und Verschleiß zu tun, Energie wird zum Betreiben benötigt und abgegeben.

Elektrik, Elektronik und Programmierung verändert sich auf verschiedenen Ebenen und auch hier bleiben die Basics erhalten. Strom wird immer mit Spannung, Stärke und Widerstand arbeiten.

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