Der Weg zur Maschinendokumentation beginnt mit einer vollständigen Master Part Liste in Excel, aus der systematisch eine Master Task Liste mit allen Wartungsaufgaben abgeleitet und anschließend in ein Redaktionssystem wie Schema ST4 überführt wird. Dadurch wird aus Ersatzteil- und Wartungsdaten eine stabile, modulare Maschinendokumentation, die als durchgängiges Arbeitswerkzeug für Konstruktion, Service, Produktion und Instandhaltung dient.

Master Part Liste als Basis

Die Master Part Liste (MPL) ist die strukturierte Gesamtliste aller relevanten Bauteile, Baugruppen und Komponenten einer Maschine oder Anlage. Sie enthält nicht nur Teileinformationen, sondern auch erste Wartungs- und Dokumentationsbezüge und bildet damit das Fundament für Wartungsplan und Maschinendokumentation.

Typische Inhalte der MPL in Excel:

  • Bauteilbezeichnung, eindeutige Bauteilnummer / OEM‑Nummer, Hersteller, Typ
  • Technische Daten: Maße, Spezifikationen, Spannungen, Medien, Bauart
  • Kritikalitätsbewertung / FMEA, Sicherheitsrelevanz, empfohlene Wartungsintervalle
  • Einsatzort im System (Maschine, Linie, Baugruppe, Position)
  • Logistikdaten: Lagerort, Bestand, Wiederbeschaffungszeit, Kosten
  • Dokumentverweise: Handbuchkapitel, Zeichnungsnummer, Schaltplan, Datenblatt

Diese MPL wird fortlaufend gepflegt (Obsoleszenzmanagement, jährliche Audits) und dient als „Single Source of Truth“ für Teile- und Anlagenstruktur.

Ableitung der Master Task Liste

Auf Basis der MPL werden alle notwendigen Wartungs- und Serviceaufgaben in einer Master Task Liste (MTL) in Excel definiert. Der Fokus wechselt damit von „Teil“ zu „Tätigkeit“ und bildet die Grundlage für einen harmonisierten Wartungsplan.

Typische Inhalte der MTL:

  • Aufgabe: klare Beschreibung der Tätigkeit (Wartung, Inspektion, Austausch, Kalibrierung)
  • Bezug zur MPL: Bauteil/Baugruppe, Maschinen- oder Linienreferenz
  • Intervall / Steuerung: zeitbasiert, zyklenbasiert, zustands- oder eventgesteuert
  • Verantwortlicher und Qualifikation (intern, OEM, Servicelevel)
  • Arbeitsanweisung: Schritt-für-Schritt-Beschreibung, Prüfpunkte, Messwerte
  • Werkzeuge, Hilfs‑ und Betriebsstoffe, benötigte Ersatzteile aus MPL
  • Sicherheitsvorkehrungen: LOTO, Medien sperren, PSA, Gefährdungshinweise
  • Dokumentation: Protokolle, Checklisten, Rückmeldedaten, Freigaben

Diese MTL wird anschließend in einen Wartungskalender und einen detaillierten Ablaufplan überführt, in dem Dauer, Personalbedarf, Stillstandsfenster und Dokumentationsanforderungen harmonisiert sind.

Verknüpfung mit Beschreibungen, Anweisungen, Manuals

MPL und MTL werden nun mit allen relevanten Inhalten der Maschinendokumentation vernetzt. Dadurch entstehen aus Teilen und Aufgaben komplette Informationsmodule, die später im Redaktionssystem verwendet werden.

Wichtige Dokumentbausteine:

  • Betriebs‑ und Bedienungsanleitungen, Installations‑ und Wartungshandbücher
  • Schmierlisten und Schmierpläne, Inspektionslisten, empfohlene Ersatzteillisten
  • Elektrische, pneumatische, hydraulische Pläne, Sicherheitsrichtlinien, Schutzkonzepte
  • Entstörungsanleitungen, Fehlerkataloge, Ursachenanalysen und Reparaturanweisungen
  • Anforderungen an Lieferanten: Lebensdauerlisten, Verfügbarkeitszusagen, Obsoleszenz‑Infos

Aus diesen Informationen werden in Excel bereits Zuordnungen aufgebaut (z. B. „Task → Kapitel im Manual → Zeichnung“), die später in strukturierte Topics überführt werden.

Übergabe in Schema ST4

Sind MPL und MTL fachlich geprüft und konsistent, werden sie in das Redaktionssystem (Schema ST4) importiert. Dort dienen sie als Datenbasis für modulare Inhalte der Maschinendokumentation und für veröffentlichte Wartungs- und Serviceunterlagen.

Typische Schritte im Redaktionssystem:

  • Übernahme der Teileinformationen aus der MPL in Teilekataloge und Ersatzteillisten
  • Umwandlung der MTL‑Einträge in standardisierte Task‑Module (Wartung, Inspektion, Reparatur)
  • Strukturierung in Themen: technische Daten, Sicherheit, Betrieb, Instandhaltung, Störungen
  • Publikation in verschiedenen Medien: Handbücher, Online‑Doku, Serviceportale, CMMS‑Exports

So entstehen konsistente, versionierte Dokumente, die jederzeit aktualisiert und erneut publiziert werden können.

Maschinendokumentation als Arbeitswerkzeug

Durch den durchgängigen Weg von der Master Part Liste über die Master Task Liste ins Redaktionssystem wird die Maschinendokumentation zu einem vollumfänglichen Arbeitswerkzeug. Sie verbindet technische Daten, Ersatzteilmanagement, Wartungsaufgaben, Arbeitsanweisungen und Historie zu einem gemeinsamen Informationsraum für alle Abteilungen.

Nutzen für die Organisation:

  • Strukturierte, vollständige Maschinen‑ und Instandhaltungsdokumentation als „Lebenslauf“ der Maschine
  • Klare, nachvollziehbare Wartungs‑ und Servicepläne mit standardisierten Tasks
  • Bessere Ersatzteil- und Materialwirtschaft sowie erhöhte Anlagenverfügbarkeit
  • Grundlage für CMMS‑Anbindung, digitale Checklisten und mobile Wartungslösungen

Instandhaltungsleistungen offen kommunizieren und dokumentieren
Einer der Schlüssel zur Lösung ist die Kommunikation – wir müssen miteinander reden und diskutieren.
Und hier dient der Instandhaltung die Dokumentation über die ausgeführten Tätigkeiten als Schlüssel zur Kommunikation.
Eine transparente Darstellung aller Arbeiten dient den Kollegen und Kunden zur genauen Information.
Instandhaltung muss heute verständlich für alle im Unternehmen kommuniziert werden damit das Verständniß für nötige Instandhaltungsarbeiten schon im Vorfeld vorhanden ist.
Durch die konsequente Dokumentation von Instandhaltungsarbeiten können Schwachstellen schnell ausfindig und dauerhaft beseitigt werden.
Mit der IH-Dokumentation machen wir die Arbeiten transparent und nachvollziehbar.
1.Information für Kollegen-Kunden über die Tätigkeiten und was wann wo gemacht wird
2.Schaffen einer Datenbasis zur Störgrundanalyse und Ersatzteilstrategie
3.Möglichkeiten zur Auswertung und Darstellung tatsächlicher Instandhaltung
4.Grundlage zur Ermittlung einer Instandhaltungsstrategie
5.Neueste Information sichern die Aktualität der Pläne und Dokumente
6.Basis für Routinekataloge und Arbeitsanweisungen
7.Schaffung von einheitlichen Standards bei der Vorgehensweise der Instandhaltung

 

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