Industrie 4.0 – Hat Smart mit Intelligenz zu tun?

Nichts ist komplett vorhersehbar und kein komplexes System lässt sich fehlerfrei betreiben, der Faktor Mensch ist Störquelle und Lösung zu gleich. Und die Spezies Mensch ist ein destruktives Raubtier das dazu neigt sich selbst auszulöschen. Das meint jedenfalls einer der größten Genies unserer Zeit – Stephen Hawking. Und betrachtet man die Aktienkurse von Amazon, Apple und Microsoft verwundert es mich doch das wir dem Hunger und Terror wenig entgegenzusetzen haben. Stattdessen setzen wir unsere Intelligenz dazu ein immer größere Bomben mit absoluter Zerstörungskraft zu bauen. Einstein hatte wohl recht mit der Dummheit der Menschen und der Unendlichkeit des Universum.

Doch das nur als Einstieg in die „smarte“ Welt von heute in der Dummheit keinen Platz hat.So suggeriert es mir die ganze Welt um mich herum,mein Mobiltelefon ist ein Smartphone. Leider ist die Akkulaufzeit ,die Netzstabillität und die Datenübertragungsrate eine mittlere Katastrophe. Die Sicherung unserer Daten  seitens der IT dauern meist ein ganzes Wochenende, in dieser Zeit stehen mir nur wenig Ressourcen des Server zur Verfügung. Wieviele verschiedene Programme nutzen sie um ihre Produktion, und alles was mit einem Fertigungsbetrieb zu tun, smart zu managen? Damit die Programme einer unserer vollautomatischen Fertigungsanlage Problemlos funktionieren müssen sie vernünftige Datenleitungen verlegen. Doch allein hier hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung stattgefunden. Waren noch vor kurzer Zeit CAT-5 Datenleitungen mit 100MHz Bandbreite das non plus ultra, so sind es jetzt CAT-7 Leitungen mit 1000MHz und schon bald wird es CAT-8 mit 2000MHz Bandbreite geben. Der Aufwand und die damit verbundenen Kosten für Infrastruktur und Datenverarbeitung stehen nicht immer im Verhältnis zu den Erwartungen an Einsparungen durch „smarte Produktion“. Und müssen wir eigentlich jede Technik einsetzen nur weil es sie gibt!

Maschinen und Anlagen sollen mittels „smarter Produkte“ besser und schneller produzieren. Gleichzeitig wird der Wartungsaufwand verringert da die Maschinen ihren Verschleiß selbst erkennen und eine Instandsetzung automatisch auslösen. So weit die Theorie und der Wille des Vertriebs uns diese „smarten“ Produkte zu verkaufen. Doch wie weit geht das in der Realität? Sind diese Produkte Intelligent indem sie ein paar Datensätze verarbeiten können und dann eine immer gleiche Reaktion zeigen? Ein RFID-Chip an einem Bauteil erleichtert ihnen während der verschiedenen Fertigungsprozesse eine automatische Dokumentation der Prozesse. Doch das halte ich nicht für Intelligent, höchstens für praktisch.

Die Intelligenz kommt durch den Menschen der die Möglichkeiten, die im moderne Technik bietet, richtig einsetzt. Maschinen und Anlagen sind nur so „smart“ wie die Menschen die sie bedienen und am „Leben“ halten.

Der Mensch ist kreativer Störungsfinder und intelligenter Partner der „smarten Maschinen“. In modernen Produktionsbetrieben entscheidet der Kenntnisstand und die Qualifikation der Mitarbeiter über das Wohl und Wehe der Maschinen und Anlagen. Die Intelligenz eines Menschen umfasst viele verschiedene Bereiche. Unser Körper ist so automatisiert das verschiedene „Programme“ parallel ablaufen. Mit unseren Händen greifen und begreifen wir gleichzeitig. Haptik und Sensorik der Gliedmaßen arbeiten mit den optischen Sensoren und schaffen und erschaffen Werkzeuge und Kunstwerke.

Sensoren, Algorithmen und Datenstrukturen der Maschinen sorgen nicht für den entscheidenden Unterschied – es liegt allein am Faktor Mensch.

Ein Weg der Zukunft vernünftig zu begegnen ist die solide Ausbildung unseres Nachwuchs. „Lehre bringt Ehre“

Wie wir den Spagat zwischen vollautomatischen Systemen und dem Mensch hinbekommen wird uns die Zukunft schon bald offenbaren. Ich will und kann mir eine computergesteuerte Welt, in der Algorithmen über wohl und wehe entscheiden, nicht vorstellen. Nicht alles was einer computergesteuerten Plausibilitätsprüfung standhält muss auch gut und richtig für den Menschen sein. Der Mensch wird auch in Zukunft die Richtung vorgeben und hoffentlich die richtigen Schritte wählen.

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