Der erste Eindruck – Kleider machen Leute !

Der erste Eindruck bleibt !
Servicetechniker,Handwerker und Monteure bilden die erste Reihe
beim persönlichen Kontakt mit dem Kunden.

Schon der erste Auftritt eines Servicetechnikers sollte dem Kunden auch
signalisieren das es sich um einen seriösen und kompetenten Fachmann
handelt. Das visualisieren wir eben auch über unser Äußeres und das
Auftreten der Mitarbeiter.

Der erste Eindruck bleibt im Gehirn verankert-binnen weniger Sekundenbruchteile fällen wir ein erstes Urteil nur durch die visuelle Wahrnehmung
Gute , funktionelle und optisch ansprechende Arbeitskleidung ist ein Muss.
Der Kunde muss einen positiven Eindruck gewinnen und mit dem richtigen Outfit kann der Dienstleister/Handwerker sofort punkten.
Ein Beispiel aus meiner täglichen Erfahrung.
Bei einem Betrieb für Umformtechnik passiert ständig etwas
und es sind öfter Monteure und Servicetechniker von verschiedenen
Herstellern bzw. Subunternehmer vor Ort und arbeiten teils zusammen
teils auch nebeneinander.Als Instandhaltungsleiter kann man die Menschen während der Arbeit beobachten und erlebt viele fantastische Momente.

Zwei Kollegen eines Pressenservice waren dabei eine Hydraulikpresse
zu überholen. Einer der beiden sah wirklich etwas merkwürdig aus:
Orangener Overall – leider zu kurz und dabei grüne Socken !
Einen Lockenkopf in blond wie Jimmy Hendrix !
Und immer laut am Singen und pfeifen !
Nach 2 Tagen zusammen schaffen und schwätzen mit den Kollegen
aus der Instandhaltung und den anderen Monteuren lernt man sich
etwas besser kennen und die Leute erzählen halt auch gerne.
So redeten die Jungs fast ununterbrochen von dem „Paradiesvogel“ und
wie der aussieht , kann ja nichts werden wenn „so“ einer das macht usw.
Wenn der die Maschine so umbaut wie der aussieht kann das ja heiter werden.
Ich hörte mir das an und beobachtete natürlich auch was der „Paradiesvogel“
für Arbeit abliefern wird.
Nach einigen Unterhaltungen mit Ingo (dem Paradiesvogel und Hundezüchter) und beim Betrachten seiner Arbeiten
wurde mir schnell klar das die Leute halt nur den bunten Paradiesvogel sehen
und vorschnell ein negatives Urteil fällen – gleich ob er gute Arbeit abliefert ,
der subjektive erste Eindruck hat sich so eingeprägt , das es nur schwer wieder
zu korrigieren ist.
Seine Arbeiten waren fachlich einwandfrei und als Servicemonteur gehört
er sicherlich zu den fachlich sehr Guten, nur sein Outfit und Auftreten passen da nicht ins Bild.
Nun bin ich auch ein Fan von Freiheit und Individualität, allerdings nicht wenn
es um den Auftritt beim Kunden geht.
Das ist nicht nötig und für ein Unternehmen eigentlich auch nicht akzeptabel,
dass sich ihre Servicekräfte durch das selbst gewählte Outfit ein Bein stellen.
Sie erwarten von ihrer Bank das die Mitarbeiter ordentlich gekleidet sind.
Mit einem einheitlichen Auftritt sollte ein Unternehmen schon bei der
Arbeitskleidung und Ausstattung seiner Mitarbeiter beim Kunden punkten.
Die Mitarbeiter sollten sich in der Kleidung wohl fühlen und verstehen
das sie mit dem Tragen der Arbeitskleidung ein Repräsentant des
Unternehmen sind.

Ein mitunter lustiges Unterfangen sind die vielen Personaldienstleister.Hier werden die Mitarbeiter mit kuriosen Outfits zum Kunden geschickt.Wenn sie mehr als 3 Leute anfordern glauben sie manchmal es kommt ein Zirkus.Seriösität hat auch mit dem Aussehen und dem Auftreten der Mitarbeiter zu tun.Und den Mitarbeitern mache ich hier überhaupt keinen Vorwurf,es ist das Unternehmen das für eine funktionelle Arbeitskleidung und PSA zu sorgen hat.
Als DfB Lizenztrainer ziehe ich sehr gern den Vergleich zum Sportverein und speziell dem Mannschaftssport.
Selbst kleine Amateurvereine setzen auf ein einheitliches Erscheinungsbild ihrer Mitglieder.Sie erkennen sofort zu welchem Team ein Spieler gehört, denn schon zum Treffen der Spieler vor dem eigentlichen Spiel kommen alle in einheitlichen Trainingsanzügen und selbst beim Warmlaufen tragen alle dieselben Shirts.Visualisierung einer Einheit stärkt den Teamspirit und das Zusammengehörigkeitsgefühl-schweres Wort-.
Ich kenne Mannschaften aus den niedrigsten Amateurklassen die Strafen verhängen, wenn die Spieler gegen die Kleiderordnung verstoßen.

Es gibt allerdings auch die andere Seite der Medaille – Nieten in Nadelstreifen – Ein anderes Thema:

Die Möglichkeiten schon positiv beim ersten Aufeinandertreffen aufzufallen
sollten besser genutzt werden.Leider unterschätzen manche Unternehmen den ersten Eindruck den ihre Mitarbeiter beim Kunden durch ihre Erscheinung hinterlassen.